21 April 2026, 08:06

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einweggeschirr ein

A busy city street with shops, tents, umbrellas, an auto rickshaw, a motorcycle, pedestrians, and buildings, with litter visible on the road.

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Steuer auf Einweggeschirr ein

Potsdam wird bald die erste Stadt in Brandenburg sein, die eine Steuer auf Einweggeschirr einführt. Ab dem 1. Juli 2023 müssen Einwohner und Besucher für Einwegbecher, -teller und -besteck einen Aufschlag zahlen. Mit der Maßnahme will die Stadt nicht nur ihre Einnahmen steigern, sondern auch die Mengen an Abfall durch Wegwerfverpackungen reduzieren.

Der Stadtrat beschloss die neue Abgabe bereits im März 2023. Ab kommendem Monat kostet jeder Einwegbecher, -teller oder -schüssel 50 Cent extra. Für Besteckteile werden zusätzlich 20 Cent pro Stück fällig.

Potsdams Entscheidung folgt dem Vorbild Tübingen in Baden-Württemberg, wo bereits Gebühren für Einwegprodukte erhoben werden. Auch andere Städte wie Freiburg und Konstanz haben inzwischen ähnliche Regelungen eingeführt. Die Stadtverwaltung schätzt, dass die Steuer ab 2027 jährlich etwa eine Million Euro einbringen wird.

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Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg unterstützt den Plan. Angesichts knapper Haushalte suchen Kommunen im ganzen Land nach Möglichkeiten, zusätzliche Mittel zu beschaffen.

Die Verpackungssteuer tritt am 1. Juli 2023 in Kraft. Sie ist die erste Maßnahme dieser Art in Brandenburg und soll Potsdam langfristig stabile Einnahmen sichern. Gleichzeitig hofft die Stadt, dass die Gebühr mit der Zeit den Verbrauch von Einwegprodukten verringert.

Quelle