05 November 2025, 16:05

Polizeipräsidenten wählen neue Stellvertreter, diskutieren über Herausforderungen der illegalen Migration in Lübeck

Eine Gruppe von Menschen auf einer Straße mit zwei Personen vorne, die wie Polizisten aussehen, Gebäuden im Hintergrund und Boden unten.

Polizeipräsidenten wählen neue Stellvertreter, diskutieren über Herausforderungen der illegalen Migration in Lübeck

Vereinigung der Polizeipäsidenten in Deutschland diskutiert "Herausforderungen und Lösungsansätze im Kontext irregulärer Migration" Die Vereinigung der Polizeipäsidenten in Deutschland veranstaltete kürzlich in Lübeck eine Konferenz zum Thema "Herausforderungen und Lösungsansätze im Kontext irregulärer Migration". Die vom Präsidenten der Bundespolizeiakademie, Herrn Strandt, ausgerichtete Tagung fand vom 3. bis 5. November 2023 statt. Zu den Höhepunkten zählte die Wahl der beiden neuen stellvertretenden Vorsitzenden: Ralf Martin Meyer-Schnabel, Polizeipäsident von Hamburg, und Michael Schuol, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover. Im Rahmen der Konferenz wurden mehrere wegweisende Vorträge gehalten. Dr. Dieter Romann, Präsident des Bundespolizeipräsidiums, analysierte die Auswirkungen der Migration auf den Einsatzalltag der Bundespolizei. Meyer-Schnabel stellte Strategien zur Optimierung von Abschiebemaßnahmen vor – insbesondere bei Wiederholungstätern und Störern der öffentlichen Ordnung. Der Imam Mehmet Cetin präsentierte das Projekt "meet2respect", das interkulturelle Kompetenz fördern und Vorurteile abbauen soll. Dr. Barbara Slowik-Meisel, Polizeipäsidentin von Berlin und Vorsitzende der Vereinigung, betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Behörden und zivilgesellschaftlichen Akteuren, um die Herausforderungen irregulärer Migration zu bewältigen. Prof. Dr. Ludger Pries, Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum, ging auf die strukturellen Ursachen irregulärer Migration und mögliche Lösungswege ein. Dr. Amke-Dorothee Rietig, Leiterin des Zentrums für Migration beim Deutschen Rat für Auswärtige Beziehungen, zog eine Zwischenbilanz der jüngsten migrationspolitischen Weichenstellungen. Die Konferenz markierte zudem das Ende einer Ära: Der langjährige ehemalige Vorsitzende, Herr Lange, sowie der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Dr. Blümel, kandidierten nicht mehr für ihre Ämter. Die Lübecker Tagung brachte zentrale Akteure zusammen, um die Komplexität irregulärer Migration zu erörtern und Handlungsansätze zu entwickeln. Mit der Wahl von Meyer-Schnabel und Schuol zu neuen stellvertretenden Vorsitzenden blickt die Vereinigung erwartungsvoll auf deren künftige Führung bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Die gewonnenen Erkenntnisse und geknüpften Netzwerke sollen künftige Polizeistrategien und -politiken prägen.