04 March 2026, 20:28

PKV-Verband fordert Nachbesserungen beim neuen Apotheken-Gesetz

Eine Apotheke namens "The Generics Pharmacy" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Topfpflanzen, Fahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

PKV-Verband fordert Nachbesserungen beim neuen Apotheken-Gesetz

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat sich zum geplanten Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) geäußert, das die Rolle der Apotheken im Gesundheitswesen ausbauen soll. Zwar befürwortet der Verband einige der vorgesehenen Maßnahmen, äußert aber auch Bedenken – insbesondere bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten und neuen pharmazeutischen Dienstleistungen.

Der PKV-Verband begrüßt die Pläne, Apotheker als zentrale Akteure im Gesundheitswesen zu stärken. Dazu gehören erweiterte Impfbefugnisse sowie – in Ausnahmefällen – die einmalige Notfallabgabe von Langzeitmedikamenten ohne Rezept. Zudem unterstützt der Verband neue Preisregelungen für Rezepturarzneimittel, besteht jedoch darauf, in künftige Preisverhandlungen einbezogen zu werden.

Allerdings bleibt Skepsis gegenüber bestimmten Vorhaben. So stellt der Verband infrage, ob Apotheken komplexe Dienstleistungen wie Ernährungsberatung tatsächlich wirksam erbringen können und ob Verhaltenspräventionsberatungen Patienten einen messbaren Nutzen bringen. Zudem fordert er, dass eine Ausweitung pharmazeutischer Dienstleistungen (pDL) zunächst auf ihren Mehrwert für Versicherte überprüft werden muss.

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Der Verband plädiert darüber hinaus für gesetzliche Änderungen, die eine individuelle Abrechnung pharmazeutischer Dienstleistungen für privatversicherte Patienten ermöglichen. Zudem betont er, dass die Einbeziehung Privatversicherter in den Hilfstarif sicherstellen würde, dass sie von Preissenkungen profitieren – was Effizienzgewinne für Versicherer und Kunden alike mit sich brächte.

Daten dazu, wie sich die Nachfrage nach bestehenden Apothekendienstleistungen seit dem Apothekenstärkungsgesetz von 2020 entwickelt hat, liegen nicht vor. Der PKV-Verband macht deutlich, dass ein neues Finanzierungsmodell nötig ist, da das aktuelle System nicht die gewünschten Ergebnisse liefert.

Das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz sieht tiefgreifende Veränderungen vor, mit denen Apotheken künftig eine größere Rolle in der Prävention und Früherkennung von Krankheiten übernehmen sollen. Während der PKV-Verband einzelne Maßnahmen unterstützt, pocht er auf klarere Nachweise des Patientennutzens und ein faireres Finanzierungssystem. Die endgültige Ausgestaltung des Gesetzes wird entscheiden, wie privatversicherte Patienten künftig auf erweiterte Apothekendienstleistungen zugreifen und diese bezahlen werden.