03 March 2026, 16:27

PFAS-Gift auf Fliegerhorst Hohn: Dutzende Brunnen belastet – Trinkwasser gefährdet

Ein großer Tank mit weißem Schaum steht auf einer Betonwand, umgeben von Metallstangen, Treppen, Geländern und anderen Gegenständen, mit Bäumen, Pfählen, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wells an Hohn Airport kontaminiert mit Ewigkeitschemikalien - PFAS-Gift auf Fliegerhorst Hohn: Dutzende Brunnen belastet – Trinkwasser gefährdet

PFAS-Belastung auf dem Fliegerhorst Hohn bestätigt – Dutzende lokale Wasserversorgungen betroffen

Das Problem trat erstmals 2019 in der Nähe eines Übungsgeländes für Brandbekämpfung auf dem Gelände auf. Seither haben sich die Chemikalien über das Militärgelände hinaus ausgebreitet und sorgen für Besorgnis über mögliche langfristige Gesundheitsrisiken.

Ausgangspunkt war der Nachweis von PFAS – oft als "Ewigkeitschemikalien" bezeichnet – im Jahr 2019 nahe einem Löschübungsbecken der Basis. Diese künstlich hergestellten Stoffe, die in Löschschaum bei Übungen eingesetzt werden, bauen sich in der Natur nicht ab und können jahrzehntelang in der Umwelt verbleiben.

Bis November 2025 zeigten Tests, dass 31 Brunnen auf dem Fliegerhorst selbst belastet waren. Es folgten umfangreichere Untersuchungen: Im selben Monat wurden 20 benachbarte Brunnen überprüft, im Dezember mehr als 100 weitere Wassersysteme in umliegenden Gemeinden. Die Ergebnisse ergaben, dass sieben Brunnen die gesetzlichen PFAS-Grenzwerte überschritten, während 24 weitere zwar niedrigere, aber dennoch messbare Konzentrationen aufwiesen.

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Anwohner mit betroffenen Brunnen wurden aufgefordert, das Wasser weder zum Trinken noch zum Kochen zu verwenden. Eine PFAS-Exposition steht im Zusammenhang mit schweren Gesundheitsproblemen, darunter Leberschäden und Krebs. Weitere Tests sind nun geplant, insbesondere an 25 zusätzlichen Brunnen östlich der Basis, um das volle Ausmaß der Ausbreitung zu ermitteln.

Die Verunreinigung hat bereits zu Nutzungsbeschränkungen für einige Haushalte geführt. Die Behörden überwachen die Lage weiterhin; eine dritte Testphase ist angesetzt. Die Ergebnisse sollen zeigen, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen für die Anwohner in der Nähe des Fliegerhorsts Hohn erforderlich sind.