04 March 2026, 09:13

"Opferpopp 2.0": Wie ein Theaterprojekt vergessene Schicksale junger Menschen sichtbar macht

Das 20. Jahrhundert Theater in Detroit, Michigan, ein Gebäude mit Glaswänden und Namensschildern, umgeben von Bäumen und Strommasten mit Drähten, unter einem bewölkten Himmel.

"Opferpopp 2.0": Wie ein Theaterprojekt vergessene Schicksale junger Menschen sichtbar macht

Ein neues immersives Theaterprojekt beleuchtet das Leben junger Menschen, die vor fast 20 Jahren ihre Geschichten von Gewalt und Vernachlässigung teilten.Opferpopp 2.0 – Ein Requiem verwandelt das nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle in eine begehbare Installation, die Ausstellung, Performance und Clubatmosphäre verbindet. Die Produktion läuft an zwölf Abenden vom 5. bis 22. März 2026 und lädt das Publikum ein, sich in einem ungewöhnlichen Rahmen mit Erinnerungen auseinanderzusetzen.

Das Projekt knüpft an das Theaterstück Opferpopp aus dem Jahr 2007 an, in dem junge Laiendarsteller:innen von Ausgrenzung und Entbehrungen berichteten. Regisseur Mirko Borscht und der Videokünstler Hannes Hesse kehren nun zu diesen Schicksalen zurück und fragen: Was ist aus den Beteiligten geworden? Ihre Arbeit schafft ein "Denkmal für die Ausgelöschten" und untersucht verschwundene Leben, Brüche und die Last des Verlusts.

Jeder Abend steht unter einem anderen Motto und hinterfragt Klischees über sogenannte "Problemkinder" und die Gewaltspiralen, in denen sie gefangen sind. Die Besucher:innen bewegen sich frei durch den Raum und entscheiden selbst, wie tief sie eintauchen möchten – eine klassische Bühne gibt es nicht. Die Installation, umbenannt in Klubhaus Kluth, ehrt Alexander Kluth, ein Ensemblemitglied der Originalproduktion, der 2025 starb.

Die Reihe ERINNERN IST HEIMAT setzt sich mit diesem Projekt fort und richtet sich explizit an Jugendliche ab 14 Jahren. Die Veranstalter:innen wollen einen dauerhaften Gegenort schaffen, an dem junge Menschen zusammenkommen, reflektieren und sich über die Aufführungen hinaus vernetzen können.

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An zwölf Abenden verbindet die Installation Performance, Diskussion und Erinnerung. Indem das Team die Themen der Produktion von 2007 wiederaufgreift, lenkt es den Blick auf anhaltende Probleme von Marginalisierung und vergessenen Stimmen. Der Eintritt ist für alle offen, mit einer besonderen Einladung an jüngere Zuschauer:innen.