20 April 2026, 04:06

Niederberg Süd-Ost wird zum kreativen Zentrum – doch Denkmalschutz bremst aus

Detailierte alte Stadtkarte mit nummerierten Gebäuden, Straßen und Text, die eine vorgeschlagene Entwicklungsstelle am unteren Rand anzeigt.

Niederberg Süd-Ost wird zum kreativen Zentrum – doch Denkmalschutz bremst aus

Die Stadt hat das Gelände Niederberg Süd-Ost vollständig in ihren Besitz übernommen – ein riesiges, 120.000 Quadratmeter großes Areal, das einst zum Schacht 1/2/5-Bergwerkskomplex gehörte. Seit dem Erwerb im März 2023 unterliegt das Gelände einem langfristigen Plan, der es in ein lebendiges kreatives und gewerbliches Zentrum verwandeln soll.

Die Zukunft des Standorts wurde durch einen Aufhebungsvertrag zwischen der Stadt und der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) geprägt. Diese Vereinbarung entband RAG MI von ihren verbleibenden Entwicklungspflichten und übertrug der Stadt gleichzeitig das Eigentum am nördlichen Abschnitt. Neben dem Industriegelände kontrolliert die Stadt nun auch Grünflächen und Straßen im nahegelegenen Wohnviertel Dicksche Heide.

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Das städtebauliche Leitkonzept, das in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept eingebettet ist, sieht eine Mischung aus Unternehmen, lokalen Geschäften und Gastronomie vor. Doch es gibt noch Hürden. Mehrere denkmalgeschützte Gebäude und die markanten Fördertürme – einige davon sanierungsbedürftig – gingen mit dem Deal in den Besitz der Stadt über. Die Sanierung nur eines Turms könnte über eine Million Euro kosten, wobei Landesmittel lediglich für einen Fördergerüst zur Verfügung stehen.

Um das bergbauliche Erbe des Standorts zu wahren, wird die Stadt mit lokalen Initiativen und Vereinen zusammenarbeiten. Diese spielen eine zentrale Rolle bei der Bewahrung und Präsentation des früheren Bergwerks.

Der Stadtrat verabschiedete das Entwicklungskonzept offiziell im Jahr 2026 und ebnete damit den Weg für eine schrittweise Umgestaltung. Trotz anhaltender Herausforderungen bei Finanzierung und Denkmalschutz strebt das Projekt eine Balance zwischen moderner Nutzung und industrieller Vergangenheit an. Die nächsten Schritte konzentrieren sich auf die Gewinnung von Partnern und die Sanierung zentraler Bauwerke.

Quelle