Neuköllns Stromnetz wird für 78 Millionen Euro fit für die Zukunft gemacht
Greta WagnerNeuköllns Stromnetz wird für 78 Millionen Euro fit für die Zukunft gemacht
Großes Modernisierungsprojekt für die Stromversorgung in Berlin-Neukölln gestartet
In Berlin-Neukölln hat der großangelegte Ausbau der Strominfrastruktur begonnen. Die Stromnetz Berlin GmbH errichtet an der Karl-Marx-Straße ein hochmodernes Umspannwerk, das eine seit den 1970er-Jahren genutzte Anlage ersetzt. Das mit 78 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Berliner Energieversorgung.
Das Gelände des neuen Umspannwerks beherbergte einst eine Fabrik, in der bis in die frühen 1950er-Jahre Busse und Straßenbahnen produziert wurden. Bevor die Bauarbeiten in vollem Umfang beginnen, führt die Stromnetz Berlin Bodenuntersuchungen durch und räumt alte Fundamente – in enger Abstimmung mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG).
Die offizielle Grundsteinlegung fand am 26. März statt und leitet ein Projekt ein, das bis 2031 abgeschlossen sein soll. Während der Bauphase bleibt das bestehende Umspannwerk in Betrieb, um die Stromversorgung des Bezirks ohne Unterbrechung zu gewährleisten. Bis Ende 2027 soll der Rohbau der neuen Anlage fertiggestellt sein.
Nachhaltigkeit steht bei dem Neubau im Mittelpunkt: Geplant sind eine Ziegelfassade, begrünte Flächen und eine Solaranlage. Ab Ende 2031, wenn das Umspannwerk voll funktionsfähig ist, wird es Zehntausende Haushalte und Unternehmen mit Strom versorgen. Die alte Anlage wird schrittweise stillgelegt, wobei alle Kabelverbindungen bis Ende 2033 umgelegt werden.
Die 78-Millionen-Investition verbindet moderne Technik mit umweltfreundlichem Design. Nach der Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks wird die veraltete Infrastruktur abgebaut – damit ist der Übergang zu einem effizienteren und nachhaltigeren Energienetz in Neukölln vollzogen.






