Neuer Präsident bringt Stabilität ans Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Krise
Greta WagnerNach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Neuer Präsident bringt Stabilität ans Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Krise
Carsten Günther hat offiziell das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster übernommen. Seine Ernennung schließt eine Führungslücke, die seit dem Ruhestand von Ricarda Brandts im Jahr 2021 über vier Jahre bestand.
Günthers juristische Laufbahn begann im Jahr 2000 am Verwaltungsgericht Köln. Zwischen 2009 und 2013 arbeitete er als Richter am Oberverwaltungsgericht Münster – derselben Institution, der er nun vorsteht.
Bevor er diese Position antrat, war er als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf tätig. Später wechselte er ans Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und bekleidete Posten im Bundesjustizministerium, in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens sowie im NRW-Justizministerium.
Die Verzögerung bei der Neubesetzung der Präsidentschaft resultierte aus einem langwierigen Streit. Der Konflikt eskalierte in mehreren Gerichtsverfahren und löste sogar eine parlamentarische Anfrage aus. In der Übergangszeit leiteten zwei Vizepräsidenten das Gericht und betreuten bedeutende Verfahren, darunter die rechtliche Auseinandersetzung um die Einstufung der AfD als Partei.
Günther übernahm das Amt im vergangenen Sommer und brachte damit Stabilität in das Gericht nach Jahren der Unsicherheit. Seine umfangreiche Erfahrung im Verwaltungsrecht und in Regierungsfunktionen qualifiziert ihn, die Institution durch die aktuellen Herausforderungen zu führen.






