Neue Kita in Braunschweigs Weststadt soll Betreuungsnot 2030 lindern
Greta WagnerNeue Kita in Braunschweigs Weststadt soll Betreuungsnot 2030 lindern
Neue Kita in Braunschweigs Weststadt geplant: Entlastung für überlastete Betreuungsplätze in Sicht
In Braunschweigs Weststadt könnte bald ein neues Kinderbetreuungszentrum entstehen. Die Stadtverwaltung hat Pläne für eine Einrichtung in der Unstrutstraße vorgestellt, um die drängende Knappheit an Betreuungsplätzen im Stadtteil zu lindern. Über das Vorhaben wird am 17. Juni 2025 abgestimmt.
Die Lage in Weststadt ist aktuell angespannt: Es fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze, wobei die Versorgungsquote bei Krippen bei nur 31,1 Prozent liegt – deutlich unter dem städtischen Ziel von 45 Prozent. Die neue Einrichtung würde, sofern genehmigt, diese Lücke verringern: Geplant sind drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe.
Das Projekt dient zudem als Pilot für künftige Kita-Neubauten und setzt auf serielle Modulbauweise, um die Kosten unter zehn Millionen Euro zu halten. Ein zentrales Element ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum, der gesunde Ernährung und soziale Entwicklung fördern soll. Träger der Einrichtung wird der Caritasverband Braunschweig, der die Betreuung vom bald schließenden St.-Kjeld-Kindergarten übernehmen wird.
Baubeginn könnte 2028 sein, die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen. Der Standort in der Unstrutstraße liegt in der Nähe bestehender Betreuungseinrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg, sodass sich im Stadtteil ein kleines Cluster an Kinderbetreuungsangeboten bildet.
Die Entscheidung des Verwaltungsausschusses am 17. Juni wird darüber entscheiden, ob das Projekt vorankommt. Bei einer Genehmigung wäre die neue Kita der erste Schritt hin zu einem modernen Baukonzept für Kindertagesstätten in der gesamten Stadt. Die geplante Fertigstellung 2030 käme für viele Familien in Weststadt gerade noch rechtzeitig.






