Mönchengladbachs Energiebericht zeigt steigende Kosten trotz stabilen Verbrauchs
Claudia SeidelMönchengladbachs Energiebericht zeigt steigende Kosten trotz stabilen Verbrauchs
Mönchengladbach hat seinen neuesten Energiebericht veröffentlicht, der Verbrauchstrends und Pläne für künftige Effizienzmaßnahmen detailliert aufschlüsselt. Die Ausgaben der Stadt für Energie stiegen 2024 deutlich an, während der Verbrauch weitgehend stabil blieb. Mit neuen Modernisierungen und Überwachungssystemen sollen in den kommenden Jahren Kosten und Emissionen gesenkt werden.
Im Jahr 2024 gab Mönchengladbach 10,7 Millionen Euro für die Energieversorgung seiner Gebäude aus – ein Anstieg um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der höheren Kosten blieb der Stromverbrauch mit 13,32 Millionen Kilowattstunden nahezu unverändert. Auch der Erdgasverbrauch hielt sich mit 50,4 Millionen Kilowattstunden auf konstantem Niveau, während der Heizölverbrauch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen Kilowattstunden stieg, bedingt durch frühere Bevorratung.
Schulen waren die größten Energieverbraucher: Sie machten 49 Prozent des Strom- und 62,5 Prozent des Erdgasverbrauchs aus. Der CO₂-Fußabdruck der städtischen Gebäude blieb mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten fast unverändert.
Zu den jüngsten Verbesserungen zählt eine 850.000 Euro teure Modernisierung der Beleuchtung, die zur Hälfte aus Bundesmitteln gefördert wurde. In den vergangenen zwei Jahren wurden zudem die Energiemonitoringsysteme und die Gebäudeautomation ausgebaut. Für die Jahre 2026 bis 2028 sind weitere Maßnahmen geplant, darunter die Modernisierung von Heizungsanlagen, die Installation von Solaranlagen und der Umstieg auf digitale Stromzähler. Eine zentrale Datenplattform soll demnächst auch Wasser- und Wärmezähler integrieren, um eine bessere Erfassung zu ermöglichen.
Der Bericht zeigt sowohl Herausforderungen als auch Fortschritte im Energiemanagement Mönchengladbachs auf. Angesichts steigender Kosten und eines stabilen Verbrauchs zielen künftige Modernisierungen darauf ab, die Effizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren. Der Fokus der Stadt liegt nun auf der Umsetzung digitaler Systeme und erneuerbarer Energielösungen bis 2028.






