28 February 2026, 12:04

Messerangriff auf Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof erschüttert Stadt

Eine Gruppe deutscher Kriegsgefangener aus Messines steht vor einem Gebäude an einem klaren blauen Himmel, mit Text am unteren Bildrand.

Keine Anzeichen von Psychose nach Messerattacke in Würzburg - Messerangriff auf Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof erschüttert Stadt

Messattacke am Würzburger Hauptbahnhof: Drei Verletzte nach Angriff auf Zeugen Jehovas

Am Freitag wurden bei einer Messerattacke am Würzburger Hauptbahnhof drei Menschen verletzt. Der Vorfall ereignete sich an einem Stand der Zeugen Jehovas, wo ein afghanischer Staatsbürger drei Männer angriff. Augenzeugen, darunter ein außer Dienst befindlicher Polizist, überwältigten den Angreifer schnell und hielten ihn bis zum Eintreffen der Behörden fest.

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Die Ermittler haben ein Verfahren wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung eingeleitet. Das Motiv des Tatverdächtigen ist weiterhin unklar; die Polizei prüft noch, ob die Gruppe gezielt angegriffen wurde oder ob die Opfer zufällig ausgewählt wurden.

Die Attacke ereignete sich am frühen Nachmittag an einem Stand der Zeugen Jehovas innerhalb des Hauptbahnhofs. Drei Männer, allesamt Mitglieder der Gemeinschaft, erlitten leichte Verletzungen, bevor Passanten eingriffen. Unter denen, die den Angreifer festhielten, befand sich ein außer Dienst befindlicher Beamter, der ihn bis zur Übernahme durch uniformierte Kollegen in Gewahrsam hielt.

Der 26-jährige Verdächtige, ein afghanischer Staatsbürger, lebt seit 2023 mit einer vorläufigen Aussetzung der Abschiebung in Deutschland. Die Behörden bestätigten, dass er bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war und zum Zeitpunkt der Tat keine Anzeichen für Drogenkonsum oder psychotisches Verhalten zeigte. Der Würzburger Hauptbahnhof und das nahegelegene Barbarossaplatz-Gelände stehen aufgrund häufiger Kriminalität und früherer Vorfälle unter permanenter Videoüberwachung, was zusätzliche Beweismittel liefern könnte.

Der Angriff reiht sich in einen ähnlichen Vorfall im März 2023 ein, als ein Schütze in einem Königreichssaal der Zeugen Jehovas in Hamburg sieben Menschen tötete, bevor er sich selbst das Leben nahm. In Deutschland zählt die Religionsgemeinschaft 2024 rund 175.678 aktiv predigende Mitglieder, wobei die Gesamtzahl auf 170.000 bis 178.000 geschätzt wird.

Die Polizei ermittelt weiterhin nach dem Motiv der Tat, bisher gibt es jedoch keine klaren Hinweise auf extremistische Hintergründe oder persönliche Feindschaften. Der Verdächtige bleibt in Untersuchungshaft, während die Behörden Videoaufnahmen auswerten und Zeugenaussagen sammeln. Die drei verletzten Opfer wurden medizinisch versorgt und später aus der Behandlung entlassen.