17 April 2026, 20:05

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Eine Europakarte, die den Geschlechtergleichheitsindex von 2017 anzeigt, mit farblich kodierten Regionen nach Geschlechtergleichheitslevels und erklärendem Text auf der linken Seite.

Merz löst mit Äußerungen zu Gewalt gegen Frauen Eklat im Bundestag aus

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die steigende Zahl von Angriffen – doch seine Äußerungen sorgten für scharfe Kritik.

Während der Sitzung wies Merz auf den Anstieg gewalttätiger Übergriffe gegen Frauen hin. Gleichzeitig behauptete er, ein beträchtlicher Teil dieser Straftaten gehe auf Täter mit Migrationshintergrund zurück. Diese Aussage löste umgehend Empörung aus.

Matthias Miersch, Fraktionschef der SPD, warf Merz vor, Migranten pauschal zu beschuldigen. Gewalt gegen Frauen sei ein gesamtgesellschaftliches Problem und nicht an Herkunft oder Religion gebunden, betonte Miersch. Er forderte eine umfassendere Auseinandersetzung mit der Thematik statt einer Fokussierung auf eine einzelne Gruppe.

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Zudem kritisierte Miersch Merz' Auftreten während der Debatte als unangemessen. Die Reduzierung des Problems auf Zuwanderer ignoriere tieferliegende systemische Ursachen, so der SPD-Politiker.

Die Auseinandersetzung hinterließ spürbare Spannungen zwischen den beiden Politikern. Während Merz' Fokus auf Täter mit Migrationshintergrund weiter umstritten bleibt, drängt Miersch auf eine breitere gesellschaftliche Diskussion. Die Debatte spiegelt die anhaltenden Kontroversen wider, wie Deutschland Gewalt gegen Frauen wirksam bekämpfen kann.

Quelle