18 April 2026, 18:06

Mehrwertsteuer-Debatte spaltet Regierung: Merz weigert sich, Erhöhung auszuschließen

Demonstranten mit einem Banner "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Mehrwertsteuer-Debatte spaltet Regierung: Merz weigert sich, Erhöhung auszuschließen

Ein möglicher Anstieg der Mehrwertsteuer hat in Deutschland scharfe Kritik von Spitzenpolitikern ausgelöst. Bei der Regierungsbefragung am Mittwoch lehnte Bundeskanzler Friedrich Merz eine solche Option nicht kategorisch ab – und erntete damit umgehend Widerspruch aus den Reihen von Koalition und Opposition.

Kritiker argumentieren, dass eine Steuererhöhung in der aktuellen Lage Haushalte und Unternehmen zusätzlich belasten würde, die ohnehin schon mit wirtschaftlichen Herausforderungen kämpfen. Merz räumte zwar ein, dass die Bürger unter finanziellen Belastungen litten, betonte jedoch, die Regierung setze weiterhin auf Entlastungen. Er deutete sogar an, der derzeit ermäßigte Mehrwertsteuersatz könnte weiter gesenkt – statt erhöht – werden.

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Doch seine Weigerung, eine mögliche Erhöhung auszuschließen, löste heftige Reaktionen aus. Michael Kretschmer, CDU-Landesvorsitzender in Sachsen, nannte den Vorschlag "genau das Falsche, was wir jetzt brauchen". Sein Parteikollege Mario Voigt pflichtete ihm bei und warnte, eine höhere Mehrwertsteuer würde den Alltag der Menschen zusätzlich erschweren.

Auch von der SPD kam klare Ablehnung: Manuela Schwesig erklärte, "eine Mehrwertsteuererhöhung darf auf keinen Fall kommen". Steffen Krach, ein weiterer SPD-Politiker, argumentierte, ein solcher Schritt würde einkommensschwache und mittlere Haushalte nicht entlasten, sondern ihre finanzielle Not noch verschärfen. Die Debatte zeigt, wie tief die Sorgen über die wirtschaftliche Ausrichtung der Regierung sind. Da sich führende Vertreter beider großer Parteien gegen eine Mehrwertsteuererhöhung stellen, steht die Regierung nun unter Zugzwang, ihre Position zu klären. Jede Entscheidung wird in den kommenden Monaten direkte Auswirkungen auf die Haushaltskassen der Bürger und die Kosten für Unternehmen haben.

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