05 May 2026, 10:07

Mediashop nach Insolvenz: Neue Investoren kämpfen um Rettung des Teleshopping-Pioniers

ABN AMRO-Hauptsitzgebäude mit einem Schild, einer Tafel, die seinen Status als Hauptsitz angibt, Geländern und Glasfenstern mit Vorhängen.

Mediashop nach Insolvenz: Neue Investoren kämpfen um Rettung des Teleshopping-Pioniers

Die Mediashop GmbH, ein Teleshopping-Unternehmen mit Sitz in Neunkirchen, meldete im Februar 2026 Insolvenz an – mit Schulden in Höhe von 51,55 Millionen Euro. Seitdem hat eine Investorengruppe unter der Führung von Patrick Schenner die Geschäftsführung vorübergehend übernommen, um das Unternehmen zu stabilisieren, während eine dauerhafte Lösung ausgearbeitet wird.

Das Unternehmen, das einst rund 160 Mitarbeiter beschäftigte, hat unter der interimistischen Führung nur noch 30 Angestellte. Der Firmensitz der Mediashop befindet sich auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück, das 2018 fertiggestellt wurde und über 2.670 Quadratmeter Nutzfläche verfügt. Das Gelände wird im Erbbaurecht genutzt, wofür jährlich knapp 14.000 Euro Pacht bis 2078 anfallen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein unabhängiges Gutachten schätzt den Wert der Immobilie auf 5,23 Millionen Euro, doch die Bank hält eine Hypothek in Höhe von bis zu 5,5 Millionen Euro darauf. Die aktuellen Verbindlichkeiten aus der Hypothek belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Der Verkauf der betrieblichen Vermögenswerte der Mediashop, einschließlich der Erbbaurechte, soll noch in dieser Woche abgeschlossen werden.

Die neue Investorengruppe plant, die einstige Vorreiterrolle der Mediashop im TV-Shopping in Österreich, Deutschland und der Schweiz wiederzubeleben. Als Teil dieser Strategie wird die Zahl der ausgestrahlten Kanäle von 172 auf nur noch 30 reduziert. Peter Teix, Bürgermeister von Neunkirchen, betonte, dass der Erhalt des Unternehmens langfristig die Zahl der lokalen Arbeitsplätze verdoppeln könnte.

Die Übernahme markiert einen entscheidenden Schritt in der Restrukturierung der Mediashop. Die Investorengruppe konzentriert sich dabei auf Kostensenkungen und die Straffung der Geschäftsabläufe. Sollte dies gelingen, könnte der Schritt nicht nur die Zukunft des Unternehmens sichern, sondern auch die Beschäftigungschancen in Neunkirchen stärken. Der endgültige Verkauf der Vermögenswerte soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.

Quelle