Mecklenburg-Vorpommern entschädigt Opfer der Zwangsumsiedlungen mit 7.500 Euro
Admin UserSchwesig und Günther gedenken an Grenzöffnung in Boizenburg - Mecklenburg-Vorpommern entschädigt Opfer der Zwangsumsiedlungen mit 7.500 Euro
Justizministerin Jacqueline Bernhardt aus Mecklenburg-Vorpommern hat eine Entschädigungsinitiative für Opfer der Zwangsumsiedlungen in den Jahren 1952 und 1961 ins Leben gerufen. Seit Juli können Betroffene Anträge stellen und erhalten bei Berechtigung eine einmalige Zahlung von 7.500 Euro. Unterdessen gedachten die Politiker Manuela Schwesig und Daniel Günther in Boizenburg der Öffnung der innerdeutschen Grenze – zugleich wurde dort das 35-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft gefeiert.
Die von Ministerin Bernhardt initiierte Entschädigungsregelung soll den Opfern der Zwangsumsiedlungen Unterstützung zukommen lassen. Bisher gingen in diesem Jahr rund 230 Anträge ein, von denen bereits die Hälfte bewilligt wurde.
Schwesig und Günther, die zum Zeitpunkt des Mauerfalls noch Teenager waren, treffen sich jährlich am 9. November, um an die Öffnung der innerdeutschen Grenze zu erinnern. Die diesjährige Gedenkveranstaltung fand in Boizenburg statt und stand zugleich im Zeichen des Partnerschaftsjubiläums mit der Stadt Lauenburg. Birgit Hesse, Präsidentin des Landtages, erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Beginn der nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Menschen am selben Datum.
Die Entschädigungsinitiative für die Opfer der Zwangsumsiedlungen nimmt weiterhin Anträge entgegen – berechtigte Antragsteller erhalten 7.500 Euro. Gleichzeitig würdigen die Politiker Schwesig und Günther weiterhin die Vergangenheit, indem sie gemeinsam an bedeutende historische Ereignisse und Jahrestage erinnern.