Marzahn Pride feiert eine Woche lang Vielfalt – trotz latenter rechtsextremer Gefahren
Greta WagnerMarzahn Pride feiert eine Woche lang Vielfalt – trotz latenter rechtsextremer Gefahren
Marzahn Pride kehrt in diesem Jahr mit einer einwöchigen Feier zurück – Höhepunkt ist am Samstag der Demonstrationsmarsch
Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten, gefolgt von einem Nachbarschaftsfest mit Musik, kulinarischen Angeboten und Unterhaltung. Trotz bisher keiner bestätigten rechtsextremen Bedrohungen in diesem Jahr bleiben die Veranstalter wachsam.
Quarteera e.V., eine Interessenvertretung für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus, leitet die Vorbereitungen. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte von Marzahn, wird gemeinsam mit Gordon Lemm die Eröffnungsrede vor dem Marsch halten. Im Anschluss beginnt um 14:30 Uhr ein Festival mit Konzerten, DJs und Streetfood.
Im vergangenen Jahr war Marzahn Pride mit Drohungen der neonazistischen Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. Rechtsextreme Propaganda und Akteure sind in Marzahn aktiv, wie aus dem Berliner Register diskriminierender Vorfälle hervorgeht. Krah warnt, dass die Gefahrenlage – besonders in einem Bezirk mit vielen Migrant:innen-Communities – weiterhin hoch bleibt.
2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen oder gestört. Diese Vorgeschichte verstärkt die Sorgen für die diesjährige Ausgabe, auch wenn bisher keine gezielte Mobilisierung gegen Marzahn Pride festgestellt wurde.
Der Marsch und das Festival finden wie geplant statt, wobei die Organisator:innen die Lage genau beobachten. Die Veranstaltung soll queere Sichtbarkeit feiern und gleichzeitig auf die anhaltenden Risiken für marginalisierte Communities in Marzahn aufmerksam machen. Für die Sicherheit der Teilnehmenden werden Schutzmaßnahmen ergriffen.






