Mainzer Dezernentin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Ohrfeige für Anwohner"
Claudia SeidelMainzer Dezernentin nennt Terminal 3 am Frankfurter Flughafen eine "Ohrfeige für Anwohner"
Die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die bevorstehende Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Vorhaben als eine "Ohrfeige" für Anwohnerinnen und Anwohner der Rhein-Main-Region, die bereits unter übermäßigem Fluglärm leiden.
Steinkrüger argumentierte, der Bau des Terminals sei nicht zu rechtfertigen, da die Passagier- und Flugzahlen seit über einem Jahrzehnt nicht wie prognostiziert gestiegen seien. Der ursprüngliche Zweck des Projekts – die Deckung der Nachfrage – habe sich ihrer Ansicht nach in eine bloße Verbesserung der "Abfertigungsqualität" verwandelt, ein schwaches Argument für den Eingriff in geschützte Waldflächen.
Ihrer Meinung nach war Terminal 3 von Anfang an darauf ausgelegt, die Flugkapazitäten zu erhöhen und damit die Lärmbelastung in der Region weiter zu verschärfen. Zudem warf sie den Betreibern vor, sich auf Billigfluglinien und den Ausbau des Frachtverkehrs zu stützen, um stagnierende Verkehrsstatistiken zu verschleiern.
Die Dezernentin bezeichnete die aktuellen Lärmpegel als unerträglich und verwies darauf, dass die Grenzwerte für den Flugverkehr immer wieder überschritten würden. Die Eröffnung des Terminals komme ihr eher wie eine "Beerdigung für eine lärmgeplagte Region" vor. Gleichzeitig stellte sie die Zukunft von Terminal 2 infrage.
Steinkrügers Kritik unterstreicht die seit Langem bestehenden Bedenken hinsichtlich Lärmbelastung und Umweltauswirkungen im Rhein-Main-Gebiet. Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 drohen den Anwohnern weitere Belastungen – während unklar bleibt, ob der Ausbau tatsächlich dem realen Bedarf entspricht.






