Mainz führt 2025 eine neue Touristenabgabe für Übernachtungsgäste ein
Greta WagnerMainz führt 2025 eine neue Touristenabgabe für Übernachtungsgäste ein
Mainz führt ab Sommer 2025 eine neue Tourismusabgabe ein
Die Stadt Mainz wird ab dem Sommer 2025 eine neue Tourismussteuer erheben. Mit der Abgabe will die Kommune jährlich Millionen einnehmen, um Haushaltslücken zu schließen und lokale Dienstleistungen zu finanzieren. Sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende müssen die Gebühr bei Übernachtungen entrichten.
Die Steuer soll pro Gast etwa 4 Euro pro Nacht betragen – unabhängig vom Reisegrund. Die Stadt rechnet damit, im ersten Jahr rund 2 Millionen Euro einzunehmen, mit steigenden Erträgen von voraussichtlich 4 Millionen Euro jährlich ab 2027. Die Mittel sollen dazu beitragen, Mainz als attraktiven Standort für Freizeit- und Geschäftsreisen weiterzuentwickeln.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stadt mit 1,1 Millionen Übernachtungen einen Rekord, und für dieses Jahr werden ähnliche Zahlen erwartet. Die Höhe der Abgabe basiert auf Berechnungen zur bestehenden Tourismusinfrastruktur. Noch unklar ist jedoch, wie und wo die Gebühr genau erhoben wird. Die eingenommenen Gelder fließen in den Haushaltsausgleich und die Verbesserung des Serviceangebots für Besucher. Welche konkreten Projekte oder Bereiche von den Mehreinnahmen profitieren werden, hat die Stadtverwaltung bisher nicht detailliert genannt.
Ziel der neuen Steuer ist es, zusätzliche Einnahmen für Mainz zu sichern, ohne die Beliebtheit der Stadt als Reiseziel zu beeinträchtigen. Ab Mitte 2025 wird die Gebühr fällig, erste Erlöse werden noch im selben Jahr erwartet. Die Stadt plant, die Einnahmen zur Deckung finanzieller Engpässe und zur Aufwertung des lokalen Angebots für künftige Gäste zu nutzen.