Mainz 05 eröffnet die Faschingssaison 2025 mit Lebensfreude und leichten Eskapaden
Admin UserMainz 05 eröffnet die Faschingssaison 2025 mit Lebensfreude und leichten Eskapaden
Mainz 05 startet mit lebhafter, aber weitgehend friedlicher Faschingssaison
Am 11. November hat Mainz 05 die Faschingssaison mit einer ausgelassenen, aber größtenteils friedlichen Feier eröffnet. Rund 9.000 Narren versammelten sich trotz Kapazitätsbeschränkungen und ticketpflichtigem Einlass des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) am Schillerplatz. Bei der Veranstaltung gab es zehn Strafanzeigen, darunter wegen Beleidigung und Körperverletzung. Das Messerverbot wurde weitgehend eingehalten.
Der Tag begann um 11:11 Uhr, als sich 9.000 Feiernde auf dem Schillerplatz einfanden, um die zentralen Werte des Faschings zu zelebrieren: Meinungsfreiheit, die Verspottung von Autoritäten und Gleichheit. Der Oberbürgermeister begrüßte die Menge, mahnte in Zeiten globaler Konflikte zur Friedfertigkeit und eröffnete offiziell die Session.
Der Zugang zum Balkon des Osteiner Hofs war nur ausgewählten Journalisten vorbehalten, was bei einigen Teilnehmern Empörung auslöste. Der MCV rechtfertigte diese Maßnahmen mit verschärften Sicherheitsauflagen und stark gestiegenen Kosten. Das Messerverbot galt durchgehend – mit einer Ausnahme: Ein Mann wurde mit einem Langschwert und einer Attrappe einer Schusswaffe aufgegriffen.
Die Stimmung war ausgelassen, aber friedlich; ein Demonstrant skandierte „Fastnacht für alle!“. Der regionale Sender SWR strahlte keine Karnevalsprogramme aus, während der WDR live von der Eröffnungssitzung in Köln berichtete. Auffällig war, dass ein regionales Radioprogramm auf seinem dritten Kanal stattdessen die Sendung „Eisenbahnromantik“ ausstrahlte.
Trotz der Kontroversen um Zugangskontrollen und Übertragungsfragen begann die Mainzer Faschingssaison mit einer lebendigen und weitgehend harmonischen Feier. Die umstrittenen, aber sicherheitsorientierten Maßnahmen des MCV dienten der Crowd-Kontrolle. Die Veranstaltung stand einmal mehr für den Geist des Faschings: Gemeinschaft und freimütige Meinungsäußerung.