Leroy Sané: Zwischen Kritik, Rückhalt und der Frage nach seiner DFB-Zukunft
Claudia SeidelLeroy Sané: Zwischen Kritik, Rückhalt und der Frage nach seiner DFB-Zukunft
Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft sorgt seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul für hitzige Diskussionen. Kritiker behaupten, der Schritt in die Türkei könnte das vorzeitige Ende seiner Laufbahn im Nationaltrierkot bedeuten. Doch seine jüngsten Leistungen und die öffentliche Unterstützung wichtiger Persönlichkeiten halten die Debatte am Leben.
Die Kontroverse begann mit Sanés Nominierung für den WM-Kader, die bei vielen Fans auf Ablehnung stieß. Bei einem Testspiel wurde er bei seiner Einwechslung ausgebuht. Trotz dieser Reaktionen verteidigten ihn sowohl Mannschaftskapitän Joshua Kimmich als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann öffentlich und lobten seinen Arbeitseinsatz sowie seine defensiven Bemühungen.
In einem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei steuerte Sané zwei Tore und eine Vorlage bei. Seither wurden seine Leistungen jedoch zunehmend kritisiert. Selbst nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao blieb seine Leistung umstritten. Nach der Partie gegen die Elfenbeinküste rückte er gar in den Fokus der allgemeinen Kritik an der Mannschaftsleistung.
Nagelsmann betonte erneut sein Vertrauen in Sané und erklärte, er werde das Beste aus dem Spieler während der WM herausholen. Auch Ex-Kapitän İlkay Gündoğan meldete sich zu Wort und warnte, dass anhaltende Kritik einem kreativen Spieler wie Sané schaden könne. Währenddessen blieb Nadiem Amiri, der mit einer sehenswerten Vorlage überzeugte, von Fragen zu einem möglichen Konkurrenzkampf mit Jamal Musiala verschont.
Sané bleibt eine polarisierende Figur im deutschen Fußball. Sein Vereinswechsel und seine unbeständige Form nähren die Zweifel, doch die Rückendeckung durch Teamkollegen und Trainer hält ihn im Rennen. Die WM könnte über seine Zukunft in der Nationalmannschaft entscheiden.
