Lada Deutschland stellt nach jahrelangen Absatzproblemen den Betrieb ein
Emilia KönigLada Deutschland stellt nach jahrelangen Absatzproblemen den Betrieb ein
Lada Deutschland GmbH stellt nach Jahren sinkender Verkaufszahlen endgültig den Betrieb ein. Das Unternehmen, einst ein wichtiger Akteur auf dem deutschen Automarkt, befindet sich nun in der letzten Phase der Insolvenz.
Die Probleme von Lada in Deutschland begannen 2019, als AvtoVAZ die offiziellen Lieferungen in die EU einstellte. Der Grund war klar: Die Lada-Modelle erfüllten nicht den strengeren Abgasstandard Euro 6d-TEMP. Eine Nachrüstung der Motoren wäre zu kostspielig gewesen – also zog sich das Unternehmen zurück.
Nach 2019 versuchte Lada Deutschland, mit dem Verkauf des Geländewagens Niva weiterzumachen. Doch die Absatzzahlen erholten sich nie. In den letzten Jahren sank die jährliche Verkaufszahl auf gerade einmal wenige Dutzend Fahrzeuge. 2022 brachen dann die Lieferungen von Fahrzeugen und Ersatzteilen aus Russland komplett ab. Sanktionen und logistische Hindernisse machten Importe unmöglich.
Das Unternehmen blickt auf eine erfolgreichere Vergangenheit zurück: In den 1990er-Jahren half es Kia, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen, indem es dessen Fahrzeuge vertrieb. Doch mit verschärften Vorschriften und wachsendem Wettbewerb schwächte sich Ladas Position immer weiter ab, bis der Betrieb nicht mehr tragfähig war.
Ohne Neuwagen und mit nahezu null Verkäufen gab es für das Unternehmen keine Perspektive mehr. Das Insolvenzverfahren ist nun fast abgeschlossen. Ladas Abschied markiert das Ende einer Ära für russische Automobilmarken in Deutschland.







