Kriminalitätsstatistik 2025: Weniger Diebstähle, aber mehr Sexualdelikte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Emilia KönigKriminalitätsstatistik 2025: Weniger Diebstähle, aber mehr Sexualdelikte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Kriminalität im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte leicht rückläufig – aber deutlicher Anstieg bei Sexual- und Kinderpornografie-Delikten
Im Jahr 2025 ist die Kriminalität im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte leicht zurückgegangen: Die Polizei registrierte 15.122 Straftaten – ein Rückgang um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 63,7 %, was einem Anstieg um 1,5 Prozentpunkte gegenüber 2024 entspricht. Besorgniserregend sind jedoch die deutlichen Zunahmen bei Sexualstraftaten und Fällen von Kinderpornografie.
Deutliche Rückgänge gab es bei Diebstahls- und Kraftfahrzeugdelikten. Die Zahl der Diebstähle sank um 7 % auf 4.140 Fälle im Jahr 2025. Noch stärker ging die Zahl der Kraftfahrzeugdiebstähle zurück – hier verzeichnete die Polizei einen Rückgang um 41 % auf nur noch 23 Vorfälle.
Auch die Zahl der Tötungsdelikte nahm ab: 2025 wurden zehn Morde registriert – drei weniger als im Vorjahr. Alle Fälle konnten aufgeklärt werden, sodass die Aufklärungsquote bei Kapitalverbrechen weiterhin bei 100 % liegt.
Dagegen stiegen die Sexualstraftaten dramatisch an. Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen nahmen um 143 % zu – von sieben Fällen im Jahr 2024 auf 17 im Jahr 2025. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der registrierten Sexualdelikte um 56 % auf 462 Fälle. Noch stärker stieg die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit Kinderpornografie: Hier gab es einen Anstieg um 138 % auf 223 Vorfälle.
Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen sank leicht von 6.801 im Jahr 2024 auf 6.721 im Jahr 2025. Unter ihnen stieg der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen minimal von 1.136 auf 1.191.
Insgesamt ging die Kriminalitätsrate im Landkreis 2025 zurück, mit weniger Diebstählen, Kraftfahrzeugdelikten und Tötungsverbrechen. Doch der starke Anstieg bei Sexualstraftaten und Kinderpornografie-Fällen gibt Anlass zur Sorge. Die Polizei wird diese Entwicklungen weiter beobachten, während sie die gestiegene Aufklärungsquote bei angezeigten Straftaten aufrechterhält.






