25 April 2026, 20:06

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hasskampagnen

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die zwischen Gebäuden die Straße entlang geht, mit Text oben und unten, der "Die Unionistendemonstration aus der Sicht der Western Mail Office" lautet.

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtsextremes Portal Nius und dessen Hasskampagnen

Neues Protestbündnis in Berlin-Kreuzberg gegen das rechtsextreme Medienportal Nius

In Berlins Kreuzberger Bezirk hat sich ein neues Protestbündnis gegründet, das sich gegen das rechtsextreme Medienportal Nius stellt. Rund 250 Menschen füllten einen lokalen Saal, um über Strategien des Widerstands gegen das Portal zu diskutieren, das Kritiker als "Schmutzkübel-Kampagne" bezeichnen. Auch antifaschistische Aktivistinnen und Aktivisten schlossen sich der Veranstaltung an und sicherten die Umgebung ab, um mögliche Störungen zu verhindern.

Das Bündnis formierte sich als Reaktion auf den wachsenden Einfluss von Nius – trotz eines Verlusts von 13 Millionen Euro im Jahr 2023. Nur durch die finanzielle Unterstützung des Multimillionärs Frank Gotthardt kann das Portal weiterbestehen. Kritiker werfen Nius vor, als "digitaler Pranger" zu fungieren, indem es Klischees verbreitet und gezielt Einzelpersonen angreift – oft mit der Folge, dass die Betroffenen anschließend einer Welle von Online-Hass ausgesetzt sind.

Auf der Veranstaltung in Kreuzberg äußerten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Besorgnis über die Verbindungen von Nius zur rechtsextremen Politik, darunter zur AfD, aber auch zu Führungsfiguren der unionsnahen CDU. Redner kündigten eine Kundgebung vor den lokalen Büros von Nius an, um Solidarität gegen dessen Machenschaften zu mobilisieren.

Die Organisatoren hatten mit möglichen Provokationen gerechnet, da sie befürchteten, dass Mitarbeiter oder Anhänger von Nius versuchen könnten, die Versammlung zu stören. Das Portal selbst hetzt regelmäßig gegen seine Kritiker und schürt gleichzeitig Feindseligkeit gegen sie. Betroffene berichten unterdessen von sowohl Hasskampagnen als auch unerwarteter Unterstützung – viele erleben nach den Angriffen von Nius sogar ein gestiegenes öffentliches Interesse an ihrer Arbeit.

Das Protestbündnis geht nun mit konkreten Plänen vor, um die Aktivitäten von Nius zu kontern. Eine Demonstration vor dem Kreuzberger Hauptsitz des Portals steht als nächster Schritt an, während Aktivistinnen und Aktivisten dessen Einfluss zurückdrängen wollen. Die Veranstaltung machte deutlich: Hinter Nius stehen nicht nur finanzstarke Förderer, sondern auch ein wachsender Widerstand aus lokalen und digitalen Communities.

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