Krefelds Medi-Mobil bringt Hoffnung zu obdachlosen Suchtkranken auf der Straße
Claudia SeidelKrefelds Medi-Mobil bringt Hoffnung zu obdachlosen Suchtkranken auf der Straße
Ein mobiles medizinisches Team in Krefeld bietet obdachlosen Suchtkranken lebenswichtige Unterstützung. Das sogenannte Medi-Mobil ist ein wöchentliches Angebot in Kooperation mit Caritas und Diakonie und bietet sowohl medizinische Versorgung als auch einen geschützten Raum für Menschen, die von der Gesellschaft oft übersehen werden.
Die Initiative arbeitet eng mit einem lokalen Drogenberatungszentrum zusammen, das bis zu 80 Stammklienten mit essenziellen Dienstleistungen wie Mahlzeiten, Duschen und kontrolliertem Drogenkonsum versorgt. Das Zentrum in Krefeld gibt zwar keine Drogen aus, ermöglicht es den Klienten aber, ihre eigenen Substanzen unter ärztlicher Aufsicht zu konsumieren. Diese Herangehensweise verringert die Risiken im Vergleich zum unkontrollierten Konsum in öffentlichen Räumen. Neben dem überwachten Konsum bietet das Zentrum Gesprächsangebote, die Möglichkeit, Wäsche zu waschen, und warme Mahlzeiten an.
Das Medi-Mobil ergänzt dieses Angebot durch medizinische Versorgung – von Schmerzbehandlung bis zur Wundversorgung. Durch seine regelmäßige Präsenz an festen Standorten schafft es Vertrauen zu den oft schwer zugänglichen Hilfsbedürftigen. Viele der Unterstützten kämpfen mit schwerer Abhängigkeit und Obdachlosigkeit, Probleme, die in der Öffentlichkeit häufig unsichtbar bleiben.
Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats der Stadt Meerbusch, hat sich für eine größere Sichtbarkeit der Arbeit des Zentrums ausgesprochen. Unterdessen bedankte sich Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, kürzlich beim Stadtrat für eine Spende aus der Centspende-Aktion. Die Gelder fließen in die laufenden Bemühungen, Menschen in Krisensituationen zu helfen.
Die gemeinsame Arbeit des Medi-Mobils und des Drogenberatungszentrums deckt dringende Bedürfnisse der obdachlosen und suchtkranken Bevölkerung in Krefeld ab. Durch medizinische Versorgung, Hygienemöglichkeiten und ein geschütztes Umfeld tragen die Angebote zur Schadensminimierung und Stabilisierung bei. Ihre Arbeit bleibt weiterhin auf die Unterstützung der Gemeinschaft und Spenden angewiesen, um den Betrieb aufrechterhalten zu können.







