28 April 2026, 04:06

Krankenkassen-Chefs fordern Reformen für mögliche Beitragssenkungen bis 2030

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt: "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 USD im Jahr bei den Krankenversicherungsprämien thanks to the Inflation Reduction Act" in der Mitte, mit einem Logo darunter.

Krankenkassen-Chefs fordern Reformen für mögliche Beitragssenkungen bis 2030

Krankenkassen-Chefs signalisieren vorsichtigen Optimismus bei Beitragssenkungen – aber nur bei entscheidenden Reformen

Die Spitzenvertreter der gesetzlichen Krankenversicherungen zeigen sich zurückhaltend optimistisch, dass die Beiträge sinken könnten – allerdings nur, wenn zentrale Reformen umgesetzt werden. Die Vorstände der beiden großen Kassen DAK-Gesundheit und Techniker Krankenkasse (TK) skizzierten die Bedingungen, unter denen eine Entlastung der Versicherten möglich wäre. Beide betonten jedoch, dass die aktuellen Gesetzesentwürfe allein nicht ausreichen würden, um die Kosten für die Mitglieder zu senken.

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Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, machte deutlich, dass Beitragssenkungen mit den bisherigen Plänen unwahrscheinlich seien. Er argumentierte, dass eine vollständige Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge für Grundsicherungsempfänger über Steuermittel den Weg für niedrigere Sätze ebnen könnte. Bis 2030 ließe sich dadurch eine Senkung um 0,5 Prozentpunkte erreichen.

Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit weitreichender Reformen. Er warnte die Politik davor, die geplante Gesundheitsreform zu verwässern, und forderte Konsequenz bei den Veränderungen. Baas nannte zwei zentrale Stellschrauben für Einsparungen: eine gerechtere Finanzierung der Gesundheitskosten für Sozialhilfeempfänger sowie eine Reduzierung der Ausgaben für Arzneimittel.

Beide Manager waren sich einig, dass ohne diese Anpassungen die finanzielle Belastung der Versicherten unverändert hoch bleiben werde.

Ob die Beiträge tatsächlich sinken, hängt nun davon ab, wie die Bundesregierung die Reformen umsetzt. Werden die krankheitsbedingten Kosten für Sozialleistungsbezieher vollständig steuerfinanziert und die Arzneimittelausgaben gedrosselt, könnten die Beiträge fallen. Bis dahin sehen die Kassen jedoch keine Spielräume für Entlastungen.

Quelle