08 November 2025, 14:17

Koblenz erhöht Kita-Essenskosten – trotz günstigerem Caterer und Elternprotesten

Ein Supermarktinneres mit verschiedenen Lebensmitteln auf Regalen.

Koblenz erhöht Kita-Essenskosten – trotz günstigerem Caterer und Elternprotesten

Eltern in Koblenz vor finanzieller Zwickmühle: Stadt plant Erhöhung der Essenskosten in Kitas – trotz günstigerem Caterer

Trotz des Wechsels zu einem preiswerteren Essensanbieter sollen Eltern in Koblenz ab Januar 2026 mehr für die Verpflegung ihrer Kinder in vier städtischen Kitas zahlen. Die geplante Erhöhung der Elternbeiträge kommt zu einer Zeit, in der die Stadt unter Haushaltsdruck steht – obwohl die Mahlzeiten durch den neuen Anbieter sogar günstiger werden.

Betroffen sind die Einrichtungen Eulenhorst, Zauberland, Rappelkiste und Pusteblume. Die Stadt plant, die monatliche Essenspauschale um fast 24 Prozent anzuheben: von derzeit 55 Euro auf 68 Euro. Dabei bietet der neue Caterer die Mahlzeiten mit 3,99 Euro pro Portion sogar günstiger an als bisher (zuvor: 4,50 Euro).

Verantwortlich für die Genehmigung der Preiserhöhung ist das Dezernat für Bildung, Jugend und Soziales – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats. Zur Begründung verweist die Stadt auf ein jährliches Defizit von 71.000 Euro im Kita-Verpflegungsbudget. Selbst nach der Anhebung bleibt jedoch eine Deckungslücke von 43.000 Euro bestehen, bedingt durch die angespannte Haushaltslage. Geringverdiener können die höheren Kosten über das Bildungs- und Teilhabepaket erstattet bekommen.

Koblenzer Eltern müssen also trotz sinkender Catering-Kosten mehr für das Mittagessen ihrer Kinder bezahlen. Die Stadt führt die Erhöhung auf Haushaltsengpässe zurück – doch selbst danach verbleibt eine Finanzierungslücke von 43.000 Euro. Familien mit geringem Einkommen haben die Möglichkeit, die Mehrkosten über staatliche Zuschüsse auszugleichen.