Knaufs Gipsabbau bei Würzburg: Strenge Auflagen für umstrittenes Großprojekt
Emilia KönigKnaufs Gipsabbau bei Würzburg: Strenge Auflagen für umstrittenes Großprojekt
Die Regierung von Unterfranken hat die Pläne des Konzerns Knauf für den Gipsabbau in der Nähe von Würzburg geprüft. An der Begutachtung waren 79 Behörden beteiligt, die rund 4.300 öffentliche Einwände auswerteten. Das Vorhaben bleibt an strenge Auflagen gebunden, um die lokale Wasserversorgung zu schützen.
Knauf plant, 50 Jahre lang Gips unterirdisch abzubauen und dabei jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Das Unternehmen begrüßte die behördliche Bewertung und bezeichnete sie als fachliche Bestätigung der Sicherheit des Projekts.
Eine Online-Petition gegen den Abbau sammelte über 5.600 Unterschriften. Die Grünen kritisierten, die Risikobewertung verharmlose die Gefahren für das Trinkwasser. Die Regierung räumte ein Restrisiko ein und betonte, dass der Bergbau bei sinkenden Grundwasserständen gestoppt werden müsse.
Das Abbaugebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs. Die endgültige Genehmigungsentscheidung trifft das Bergamt Nordbayern bis Ende des Jahres.
Das Projekt stößt auf sowohl Zustimmung als auch Widerstand. Sollte der Abbau genehmigt werden, gelten strenge Vorgaben. Die Entscheidung der Behörde wird darüber bestimmen, ob Knauf die Förderung unter den vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen aufnehmen darf.
