18 April 2026, 20:06

Kai Wegner entschuldigt sich für Berliner Stromausfall-Krise im Januar

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf dem Boden eines Flughafens und hält ein 'Berlin wegen Klimakrise abgesagt' Schild, mit verstreuten Gegenständen und Rolltreppen, Tafeln und Deckenlampen im Hintergrund.

Kai Wegner entschuldigt sich für Berliner Stromausfall-Krise im Januar

Berlin regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für sein Krisenmanagement während des großflächigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der Blackout legte Teile der Stadt tagelang lahm, wobei erste Warnungen darauf hindeuteten, dass Reparaturen bis Donnerstag dauern könnten.

Wegner sprach vor dem Abgeordnetenhaus, nachdem er seine Teilnahme an der Konferenz der Ost-Ministerpräsidenten vorzeitig abgebrochen hatte. Seine Reaktion auf die Krise steht seit dem Vorfall in der Kritik.

Der Stromausfall begann an einem Morgen, als Wegner zu Hause war. Um 8:07 Uhr erhielt er die erste Warnmeldung vom Innensenator, während er am Frühstückstisch saß. Abgesehen von einer kurzen Stunde Sport blieb er den ganzen Tag über in seiner Wohnung.

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Bis 11 Uhr informierte ihn der Wirtschaftssenator über die sich verschärfende Lage. Ein weiterer Bericht um 12:07 Uhr bestätigte, dass Techniker weiterhin keine Prognose abgeben konnten, wann die Stromversorgung wiederhergestellt wäre. Um 12:45 Uhr sprach Wegner persönlich mit dem Wirtschaftssenator, als das Ausmaß der Störung deutlicher wurde.

Gegen 14:30 Uhr gab Stromnetz Berlin eine öffentliche Stellungnahme heraus, in der vor möglichen Reparaturarbeiten bis Donnerstag gewarnt wurde. Hinter den Kulissen arbeitete Wegner jedoch mit mehreren Behörden daran, die Maßnahmen zu beschleunigen. Er koordinierte sich mit Bezirksbürgermeister:innen, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, Polizei, Feuerwehr und sogar der Bundeswehr. Durch die gemeinsamen Anstrengungen konnte der Strom bereits eineinhalb Tage früher als befürchtet wiederhergestellt werden.

In seiner Verteidigung betonte Wegner später vor den Abgeordneten, er habe seine Pflichten erfüllt. Er hob die Zusammenarbeit mit den Senatorinnen Franziska Giffey und Iris Spranger sowie anderen Einsatzkräften zur Bewältigung der Krise hervor.

Die Entschuldigung des Bürgermeisters erfolgte nach Kritik an verzögerten Kommunikationsmaßnahmen und seiner Entscheidung, den Großteil des Stromausfalls zu Hause abzuwarten. Zwar wurde die Stromversorgung früher als im schlimmsten Szenario prognostiziert wiederhergestellt, doch der Vorfall wirft Fragen zur Notfallvorsorge Berlins auf. Wegners Erklärung im Parlament markierte die erste offizielle Reaktion auf die öffentliche Kritik.

Quelle