19 June 2026, 12:06

Jan van Aken verlässt die Linke – ein Rücktritt mit Folgen

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Jan van Aken verlässt die Linke – ein Rücktritt mit Folgen

Jan van Aken tritt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit als Vorsitzender der Linken zurück. Sein ungeschminkter Stil und seine scharfe Kritik an der Merz-Regierung haben die Ausrichtung der Partei maßgeblich geprägt. Unter seiner Führung verzeichnete die Linke einen deutlichen Zuwachs an Unterstützung.

Van Aken und Ines Schwerdtner übernahmen die Doppelspitze der Partei vor der Bundestagswahl 2025. Gemeinsam mit Heidi Reichinnek als weitere Spitzenkandidatin erweiterten sie die Anziehungskraft der Linken auf verschiedene Wählergruppen. Ihr Engagement trug Früchte: Im Februar 2025 wechselten über 700.000 ehemalige Grünen-Wähler zur Linken.

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Die Umfragewerte der Partei stiegen in ihrer Amtszeit von nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent. Van Aken machte zudem die Außenpolitik zu einem zentralen Thema der Linken – ein Bereich, in dem die Partei zuvor Schwächen gezeigt hatte.

Bekannt für seine direkte Art, sorgte er im Mai 2026 für Schlagzeilen, als er drohte, gegen illegale Mietpreiserhöhungen auf dem Dach von Vonovia zu protestieren. Bei seiner letzten Pressekonferenz präsentierte er eine schwarze Kiste, auf der Schwerdtner während ihrer gesamten Zusammenarbeit gestanden habe. Zudem gestand er Journalisten, dass die beiden die Öffentlichkeit zwei Jahre lang in die Irre geführt hätten. Dennoch bedankte er sich öffentlich bei Schwerdtner für ihre Arbeit.

Van Aken hinterlässt die Linke in einer stärkeren Position, als er sie vorgefunden hat. Seine Führung brachte neue Wähler und mehr Sichtbarkeit für die Partei. Die Auswirkungen seiner Amtszeit werden voraussichtlich auch künftig ihren Kurs bestimmen.

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