17 June 2026, 18:44

Innenminister verzichten auf neue Regeln gegen Gewalt in Fußballstadien

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

Innenminister verzichten auf neue Regeln gegen Gewalt in Fußballstadien

Innenministerkonferenz verzichtet vorerst auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz jüngster Vorfälle, darunter das DFB-Pokalfinale im Mai. Eine Arbeitsgruppe hatte das Problem zwar geprüft, wird jedoch entgegen ursprünglicher Erwartungen keinen verschärften Durchsetzungsplan vorlegen.

Die IMK-Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“ hatte sich mit dem Problem von Pyrotechnik in Stadien befasst. Sie kam zu dem Schluss, dass es keine Einzelmaßnahme oder verantwortliche Stelle gibt, die das Problem allein lösen kann. Zudem wurde auf die Schwierigkeiten hingewiesen, einheitliche Sanktionen durchzusetzen, sowie auf die Sicherheitsrisiken, die von Leuchtkörpern ausgehen.

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Scharfe Kritik an mangelndem Fortschritt

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, kritisierte den fehlenden Fortschritt bei der Bekämpfung von Fußballgewalt. Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend, so Reul. Er fragte, warum der Schiedsrichter das DFB-Pokalfinale trotz des Abbrennens von Pyrotechnik nicht habe abbrechen lassen. Der Minister forderte strengere Kontrollen, darunter durchgreifende Personenkontrollen in den Ultra-Blöcken sowie Videoüberwachung, um zu verhindern, dass Gegenstände über Zäune geworfen werden.

Die Vereine widersprachen jedoch mit dem Argument, dass lückenlose Kontrollen nicht umsetzbar seien. Die IMK vertagte die Diskussion über Pyrotechnik schließlich auf ihre Herbstkonferenz.

Keine Sofortmaßnahmen – Thema wird vertagt

Fürs Erste wird es keine unmittelbaren Schritte gegen Stadiongewalt oder den Einsatz von Pyrotechnik geben. Das Thema soll erst später im Jahr erneut aufgegriffen werden. Bis dahin gelten die bestehenden Regelungen, und die Vereine werden aufgefordert, ihre aktuellen Sicherheitsvorkehrungen beizubehalten.

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