11 April 2026, 06:06

Inflation in Deutschland erreicht Dreieinhalbjahreshoch – Iran-Krise heizt Preise an

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Inflation in Deutschland erreicht Dreieinhalbjahreshoch – Iran-Krise heizt Preise an

Verbraucherpreise in Deutschland steigen so stark wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr – Iran-Konflikt treibt Kosten in die Höhe

Die neuesten Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Lebenshaltungskosten: Allein im März wird mit einem Preissprung von 1,1 Prozent gerechnet. Bundeskanzler Friedrich Merz hat unterdessen weitreichende Änderungen der deutschen Energiestrategie vorgeschlagen.

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Die Teuerung in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März werden die Preise voraussichtlich um 2,6 Prozent steigen – der stärkste Anstieg seit Ende 2020. Der anhaltende Konflikt im Iran verschärft die Lage zusätzlich und treibt vor allem die Kosten für Treibstoffe und Energie in die Höhe.

Als Reaktion darauf stellte Kanzler Merz den geplanten Kohleausstieg infrage. Statt die Abschaltung von Kohlekraftwerken voranzutreiben, regte er an, deren Laufzeit zu verlängern. Zudem forderte er den zügigen Bau neuer Gaskraftwerke an bestehenden Standorten – auch wenn diese zunächst nicht für Wasserstoff geeignet wären.

Obwohl Merz einen kurzfristigen Wiedereinstieg in die Kernenergie ausschloss, ließ er langfristige Optionen offen. Er schlug vor, kleine modulare Reaktoren (SMR) zu prüfen und die Forschung an Kernfusion voranzutreiben. Der Ausbau erneuerbarer Energien bleibe zwar Priorität, doch seien grundlastfähige Gaskraftwerke weiterhin notwendig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die Energiewende der Bundesregierung steht damit vor einer Kurskorrektur, in der Kohle und Gas eine längere Übergangsrolle spielen sollen. Für Verbraucher bedeutet dies jedoch zunächst eine spürbare Belastung, da die Inflation weiter anzieht. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Maßnahmen die Preisspirale bremsen – oder ob die wirtschaftliche Lage sich weiter verschärft.

Quelle