05 April 2026, 04:06

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Alte Karte von Karlsruhe, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und einen Fluss, mit Text auf einem Papier unten.

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

IHK Halle-Dessau legt wirtschaftliche Prioritäten vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt fest

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der für 2026 anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihre wirtschaftlichen Forderungen vorgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, das die zentralen Anliegen der regionalen Wirtschaft zusammenfasst. Das Dokument soll nun die Diskussionen mit Parteien, Kandidaten und Wählern im Vorfeld des Wahltermins prägen.

Die Vorschläge der IHK umfassen ein breites Themenspektrum – von Bürokratieabbau über die Sicherung der Energieversorgung bis hin zur Bewältigung des Fachkräftemangels. Unternehmensvertreter fordern, dass diese Punkte im Mittelpunkt der Agenda der nächsten Landesregierung stehen.

Bürokratieabbau als zentrales Anliegen An erster Stelle steht für die IHK die Entlastung der Unternehmen von übermäßiger Bürokratie. Gefordert werden eine grundlegende Überprüfung administrativer Pflichten, klarere Gesetzestexte und praktische Erleichterungen für Betriebe. Vereinfachte Regelungen, so das Argument, würden Zeit und Ressourcen für Wachstum freisetzen.

Energiepolitik: Versorgungssicherheit und Technologieoffenheit Auch die Energiepolitik nimmt im Papier einen großen Stellenwert ein. Die IHK plädiert für eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung mit Fokus auf Technologieoffenheit. Dazu gehören der Ausbau der Infrastruktur, die Förderung von Wasserstoffprojekten sowie die Ermöglichung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung. Zudem soll der Erhalt wichtiger Industriestandorte wie des Kraftwerks Schkopau die regionale Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Fachkräftemangel: Bessere Nutzung vorhandener Potenziale Um den anhaltenden Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, setzt sich die IHK für eine effizientere Nutzung bestehender Talentpools ein. Zu den Vorschlägen zählen die Stärkung der beruflichen Ausbildung, der Abbau von Beschäftigungshürden und ein erleichterter Zugang zu Fachkräften für Unternehmen. Zudem betont die Kammer die Notwendigkeit engerer Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft, um Technologietransfer und Innovation zu beschleunigen.

Infrastruktur: Schnellere Planungsverfahren und langfristige Finanzierung Im Bereich Infrastruktur fordert die IHK beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, um Staus bei Verkehrs-, Digital- und Versorgungsprojekten abzubauen. Eine langfristige Finanzierungssicherheit wird als entscheidend für die Modernisierung von Straßen, Brücken und Netzen angesehen. Das Papier warnt, dass Verzögerungen in diesen Bereichen die wirtschaftliche Entwicklung bremsen.

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Positionspapier als Grundlage für den Wahlkampf Die IHK wird das Dokument nun nutzen, um im Vorfeld der Wahl mit Parteien und der Öffentlichkeit in Dialog zu treten. Durch die Einbindung wirtschaftlicher Belange in die Debatte soll sichergestellt werden, dass die Politik der nächsten Landesregierung die Bedürfnisse der heimischen Unternehmen widerspiegelt.

Das Positionspapier setzt klare Erwartungen an die künftige Regierung. Die Unternehmen in Sachsen-Anhalt fordern konkrete Schritte bei Bürokratieabbau, Energiesicherheit und Fachkräfteentwicklung. Die IHK-Vorschläge werden Teil der Wahlkampfdebatte sein – die Kammer wird genau beobachten, inwieweit die Parteien auf ihre Forderungen eingehen.

Falls die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die wirtschaftliche Landschaft für kleine und mittlere Unternehmen in der Region nachhaltig verändern. Nun kommt es darauf an, ob die politischen Kandidaten diese Veränderungen in ihre Wahlprogramme aufnehmen.

Quelle