04 April 2026, 06:07

IG Metall plant Fachkräftenetzwerk gegen Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt

Liniengraph, der die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text.

IG Metall plant Fachkräftenetzwerk gegen Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt

Die Gewerkschaft IG Metall setzt sich für ein landesweites Netzwerk zur direkten Arbeitsplatzvermittlung in Sachsen-Anhalt ein. Das Vorhaben soll Beschäftigten den Übergang in neue Tätigkeitsfelder erleichtern, während sich die Industrie wandelt. Die Gewerkschaftsführung argumentiert, dass der Verlust qualifizierter Fachkräfte durch Arbeitslosigkeit nur künftige Engpässe schafft.

Die Wirtschaft Sachsen-Anhalts steht unter Druck durch Dekarbonisierung, digitale Umbrüche und globale Veränderungen. Diese Faktoren verändern den Arbeitsmarkt grundlegend: Einige Branchen haben zu viele Beschäftigte, während andere händeringend nach Fachkräften suchen. Thorsten Gröger, Regionalleiter von IG Metall, warnte, dass es wirtschaftlich wenig sinnvoll sei, erfahrene Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu drängen.

Ein strukturiertes Vermittlungsnetzwerk würde Unternehmen mit überschüssigen Arbeitskräften mit solchen verknüpfen, die dringend Expertise benötigen. Das Modell orientiert sich an einer ähnlichen Initiative in Niedersachsen, wobei die genauen Ausgestaltungsdetails noch unklar sind. Die Gewerkschaft plant Gespräche mit der Landesregierung, Arbeitgeberverbänden und der regionalen Arbeitsagentur, um ein dauerhaftes System zu entwickeln.

Bevor Beschäftigte zwischen Unternehmen vermittelt werden, soll das Netzwerk zunächst interne Lösungen prüfen, um Fachwissen im selben Betrieb zu halten. Ziel ist es, Kompetenzen zu erhalten und Übergänge zu ermöglichen, bevor Arbeitslosigkeit eintritt. Bestehende Arbeitsmarktprogramme in Sachsen-Anhalt sollen im Rahmen des Plans ausgebaut und besser vernetzt werden.

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Das geplante Netzwerk konzentriert sich darauf, Fachkräfte mit neuen Chancen zu verknüpfen, noch bevor betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Durch den Erhalt von Fachwissen in der Region soll die Initiative den industriellen Wandel unterstützen, ohne kritische Expertise zu verlieren. Die Gespräche mit den wichtigsten Akteuren werden das endgültige Modell prägen.

Quelle