"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugend-Treffpunkten werden sollen
Emilia König"Hütten für Halle": Wie Betonrohre zu Jugend-Treffpunkten werden sollen
Eine neue Crowdfunding-Kampagne in Halle will geschützte Freiräume für Jugendliche schaffen
Unter dem Namen "Hütten für Halle" soll das Projekt Beton-Ablaufrohre zu Sitzgelegenheiten umfunktionieren, die als "Sitzröhren" bekannt werden. Falls das Spendenziel von 3.000 Euro erreicht wird, ist die erste Pilotinstallation in der Nähe des Thüringer Bahnhofs geplant.
Die Bürgerstiftung Halle hat die Initiative ins Leben gerufen, um ungenutzte Entwässerungsrohre in robuste Treffpunkte zu verwandeln. Jede "Sitzröhre" wird mit hochwertigen Holzbänken und Tischen ausgestattet und bietet so einen bequemen Ort für Begegnungen im Freien.
Die gesammelten Mittel decken Transport, Kranarbeiten und die Innenausstattung. Sollte die Kampagne ihr Ziel übertreffen, fließt das zusätzliche Geld in die Bepflanzung der Rohrdächer mit Sukkulenten. Diese begrünten Dächer würden das lokale Klima verbessern und neuen Lebensraum für Tiere schaffen.
Der Erfolg des Projekts hängt von der öffentlichen Unterstützung ab. Die Organisatoren betonen, dass jeder zusätzliche Euro die ökologischen und sozialen Vorteile für das gesamte Viertel steigert. Bei voller Finanzierung entstehen geschützte Rückzugsorte für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Zudem könnten die Sitzröhren – sofern zusätzliche Mittel die Sukkulenten-Bepflanzung ermöglichen – zu einer Begrünung des städtischen Raums beitragen. Die erste Installation nahe des Thüringer Bahnhofs könnte als Vorbild für weitere Projekte in ganz Halle dienen.






