Holstein Kiel spart Millionen durch radikalen Microsoft-Ausstieg und Open-Source-Wechsel
Greta WagnerHolstein Kiel spart Millionen durch radikalen Microsoft-Ausstieg und Open-Source-Wechsel
{"headline":"Abschied von Microsoft: Holstein Kiel umarmt Open Source und spart Millionen","teaser":"Durch den Wechsel von Microsoft zu freier Software spart Holstein Kiel rund 15 Millionen Euro an Lizenzkosten. Der Wechsel erfolgt zu deutlich geringeren Kosten.","publication_date":"2025-12-06T16:45:00+00:00","keyword_names":"finanzen, geschäft, technologie","article_body":"Abschied von Microsoft: Holstein Kiel setzt auf Open Source und spart Millionen
Teaser: Durch den Umstieg von Microsoft-Produkten auf freie Software spart Holstein Kiel jährlich rund 15 Millionen Euro an Lizenzkosten ein. Die Migration kommt deutlich günstiger als erwartet.
6. Dezember 2025, 16:45 Uhr
Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Technologie
Artikel: Holstein Kiel stellt die Computer seiner Landesverwaltung von Microsoft-Software auf Open-Source-Alternativen um. Betroffen sind rund 30.000 Beschäftigte, die von Microsoft Office auf LibreOffice wechseln, während Linux das Betriebssystem Windows ersetzt und Open-Xchange die E-Mail-Lösung Outlook ablöst. Aufgrund technischer und politischer Hürden wird der Prozess voraussichtlich mehrere Jahre dauern.
Bereits jetzt wurden fast 80 Prozent der Arbeitsplätze auf LibreOffice umgestellt – mit Ausnahme der Steuerverwaltung, die weiterhin auf Microsoft-Systeme setzt. Die verbleibenden 20 Prozent hängen noch von spezialisierten Anwendungen ab, die Microsoft-Software voraussetzen. Diese sollen schrittweise abgebaut werden.
Durch den Wechsel erhofft sich das Land jährliche Einsparungen von etwa 15 Millionen Euro an Lizenzgebühren. Um die Migration zu unterstützen, investiert Holstein Kiel im Jahr 2026 rund 9 Millionen Euro in die Modernisierung der Hardware und die Anpassung der Open-Source-Tools. Diese Ausgaben sollen sich bereits innerhalb eines Jahres amortisieren.
Kritik kommt von der Opposition, die auf anhaltende Schwierigkeiten hinweist – darunter Frustration bei den Mitarbeitenden und die Notwendigkeit, Arbeitsabläufe an die neue Software anzupassen. Frühere Versuche ähnlicher Umstellungen in anderen Bundesländern haben gezeigt, dass langfristiges Engagement entscheidend für den Erfolg ist.
Der vollständige Umstieg auf Open-Source-Software wird zwar Zeit in Anspruch nehmen, doch die Landesregierung betont, dass sich der Aufwand angesichts der finanziellen und betrieblichen Vorteile lohnt. Da der Großteil der Arbeitsplätze bereits umgestellt ist, liegt der Fokus nun darauf, die verbleibenden technischen Abhängigkeiten zu lösen und die Systemeffizienz weiter zu verbessern."