19 March 2026, 10:06

Hofs Wärschtlamo erobert bald die Fußgängerampeln der Stadt

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die Musikinstrumente spielen, während sie eine Straße mit Gebäuden entlanggehen, einige halten Fahnen, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Hofs Wärschtlamo erobert bald die Fußgängerampeln der Stadt

Immer mehr deutsche Städte ersetzen herkömmliche Fußgängerampeln durch lokale Kultursymbole. Der Trend spiegelt das Bestreben wider, regionale Identität zu feiern – trotz einiger Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Nun hat sich auch Hof der Bewegung angeschlossen und ein Design mit seinem beliebten Würstchenverkäufer, dem Wärschtlamo, genehmigt.

Der Vorschlag, in Hof eine Ampel dem Wärschtlamo zu widmen, war zunächst wegen Sicherheitsbedenken abgelehnt worden. Doch nach einer erneuten Prüfung hat die Stadt nun grünes Licht für die Idee gegeben. Damit folgt sie einem bundesweiten Trend: Seit 2017 haben mindestens sieben Städte thematische Fußgängersignale eingeführt.

In Nürnberg hüpft nun Albrecht Dürers Feldhase über die Straße, sobald das Grünsignal für Fußgänger erscheint. München verfügt über drei Ampeln mit dem Pumuckl, während Straubing den Bruder Straubinger, eine lokale Volksfigur, zeigt. Deggendorf hat eine Frau gewählt, die Knödel wirft, und in Dachau sind die Ampelfiguren in traditioneller bayerischer Tracht zu sehen.

Augsburg installierte eine Kasperl-Ampel in der Nähe seines Theaters – allerdings erst nach einer Sondergenehmigung durch die Regierung von Schwaben. Die Kosten für solche Designs bleiben überschaubar: Dachau gab lediglich 300 Euro für Schablonen und die Honorare einer Grafikdesignerin aus. Dennoch äußert das bayerische Innenministerium Vorbehalte und argumentiert, dass standardisierte Designs mehr Sicherheit und Klarheit bieten.

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Weitere bekannte Beispiele sind die Elvis-Presley-Figur in Friedberg (2018), der Rattenfänger in Hameln (2019), die Mainzelmännchen in Mainz (2016/2017) und Karl Marx in Trier (2018). Die kreativen Ampeln sind zu einem Mittel geworden, mit dem Städte lokalen Stolz zeigen und dem Alltag eine charmante Note verleihen.

Die Entwicklung hin zu thematischen Ampeln breitet sich weiter aus, wobei immer mehr Städte Designs wählen, die ihr kulturelles Erbe widerspiegeln. Zwar bleiben einige Behörden vorsichtig, doch der Trend zeigt, wie kleine Veränderungen das Gemeinschaftsgefühl stärken können. Hofs Wärschtlamo wird bald die wachsende Liste der Kultursymbole ergänzen, die Fußgänger durch Deutschland führen.

Quelle