Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag soll 2044 Realität werden
Noah Werner"Endlich!": Kraushaar drängt auf Tempo bei Prag-Bahnlinie - Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag soll 2044 Realität werden
Schnellbahnverbindung zwischen Dresden und Prag rückt näher
Nach Jahren der Planung ist die Realisierung einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag einen Schritt nähergerückt. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar drängt den Deutschen Bundestag, die Finanzierung des Projekts zu beschleunigen. Ohne zügiges Handeln, warnt sie, könnten EU-Fördergelder und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien gefährdet sein.
Das Herzstück des Vorhabens ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das östliche Erzgebirge. Nach seiner Fertigstellung wird sich die Reisezeit zwischen Dresden und Prag auf nur noch eine Stunde verkürzen. Die modernisierte Strecke soll zudem die Überlastung der bestehenden Verbindung verringern und die Lärmbelastung für Anwohner reduzieren.
Die Planung für die Schnellbahnverbindung begann im September 2017, nachdem das Projekt als "vordringlicher Bedarf" eingestuft worden war. Bei Baubeginn im Jahr 2032 könnte die Strecke 2044 in Betrieb gehen – vorausgesetzt, es gibt keine Verzögerungen. Das würde eine Gesamtplanungs- und Bauzeit von etwa 27 Jahren bedeuten.
Das Bundesverkehrsministerium hat nun die erforderlichen Unterlagen dem Bundestag zur Genehmigung vorgelegt. Kraushaar betonte, dass die Sicherung der Mittel im Bundeshaushalt entscheidend sei, um die Termine einzuhalten. Die Strecke gilt als strategisch wichtig, da sie Berlin, Prag und Wien im Rahmen eines europäischen Verkehrsnetzes verbindet.
Die nächsten Schritte hängen von der Entscheidung des Bundestags über die Bereitstellung der Finanzmittel ab. Bei einer Bewilligung würde das Projekt den grenzüberschreitenden Verkehr verbessern und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien stärken. Die Fertigstellung bis 2044 bleibt das Ziel – vorausgesetzt, der Bau beginnt wie geplant 2032.






