31 March 2026, 10:08

Hettich streicht geplante Lohnerhöhung – Mitarbeiter verlieren über 1.000 Euro

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Hettich streicht geplante Lohnerhöhung – Mitarbeiter verlieren über 1.000 Euro

Hettich verschiebt geplante Lohnerhöhung um ein Jahr

Der Möbelbeschlaghersteller Hettich mit Sitz in Kirchlengern hat eine geplante Lohnerhöhung für seine Mitarbeiter verschoben. Die ursprünglich für den 1. April vorgesehene Erhöhung um 3,1 Prozent tritt nun erst ein Jahr später in Kraft. Durch die Verzögerung verlieren die Beschäftigten jeweils über 1.000 Euro.

Als Begründung nannte das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten. Die Belegschaft wurde aufgefordert, über die Annahme der Verschiebung abzustimmen – mindestens 90 Prozent stimmten dem Vorschlag zu. Hettich betont, die Entscheidung sei freiwillig erfolgt und die Mitarbeiter hätten individuell wählen können.

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Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte den Schritt scharf und warf dem Unternehmen vor, unzulässigen Druck auf die Beschäftigten auszuüben. Hettich wies die Vorwürfe zurück und erklärte, der Prozess sei transparent und freiwillig ablaufen. Durch die Verschiebung der Lohnerhöhung erhofft sich das Unternehmen Einsparungen in Höhe mehrerer Millionen Euro im kommenden Jahr.

Über mögliche branchenspezifische Herausforderungen der deutschen Möbelindustrie oder konkrete Schwierigkeiten von Hettich in den vergangenen Jahren wurden keine Details bekannt.

Die verschobene Lohnerhöhung führt dazu, dass die Mitarbeiter in den nächsten zwölf Monaten jeweils mehr als 1.000 Euro weniger verdienen. Hettich begründet die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern. Die Gewerkschaft lehnt die Regelung weiterhin ab und bezeichnet sie als unnötige Belastung für die Belegschaft.

Quelle