04 April 2026, 06:07

Hessen fordert härteren Kurs: Warum Syrien-Abschiebungen kaum stattfinden

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnendisperlierten aufgrund von Gewalt, begleitet von erklärendem Text und Diagrammen.

Hessen fordert härteren Kurs: Warum Syrien-Abschiebungen kaum stattfinden

Hessens Innenminister Roman Poseck hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre strenge Haltung gegenüber Syrien in der Migrationspolitik beizubehalten. Er sieht das Land – neben Afghanistan – als einen zentralen Schwerpunkt und fordert strengere Maßnahmen zur Rückführung. Bisher sind die Abschiebungen nach Syrien seit Beginn der aktuellen Politik im Jahr 2023 jedoch extrem niedrig geblieben.

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Seit Inkrafttreten der aktualisierten Syrien-Politik Deutschlands im Jahr 2023 wurden nur sehr wenige Syrer abgeschoben. Der erste Strafäter wurde im Dezember 2025 ausgewiesen, gefolgt von drei weiteren im Januar 2026. Insgesamt bleibt die Zahl der tatsächlichen Abschiebungen einstellig.

Poseck, Mitglied der CDU, betont, dass freiwillige Ausreisen das Hauptziel sein sollten. Gleichzeitig sieht er Abschiebungen als Mittel, um mehr Menschen dazu zu bewegen, das Land eigenständig zu verlassen. Seine Position fällt in eine Phase, in der Sicherheitsbehörden alternative Methoden für Rückführungen prüfen.

Berichten zufolge wird erwogen, statt Flugzeugen Schiffe für Abschiebungen einzusetzen. Die Idee basiert auf der Mittelmeerküste Syriens, die es ermöglichen würde, größere Gruppen auf einmal zu transportieren. Dieser Ansatz würde zudem die logistischen Hürden des Luftverkehrs in die Region umgehen.

Die Syrien-Politik der Bundesregierung bleibt unter Druck, wobei Poseck auf eine konsequente Umsetzung pocht. Zwar sind Abschiebungen selten, doch die Debatte über mögliche Methoden – einschließlich potenzieller Seewege – ebbt nicht ab. Der Fokus auf freiwillige Rückkehr bleibt bestehen, doch die Behörden prüfen weiterhin, wie mit Fällen umgegangen werden soll, in denen Betroffene eine Ausreise verweigern.

Quelle