24 December 2025, 04:18

Handwerk-Präsident: "Demokratie Muss Jetzt Liefern"

Eine Szene mit Schuppen, Transformatoren, Strommasten mit Kabeln, Zäunen, einem Straßenmast mit Laterne, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

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Handwerksbranchen in Deutschland starten mit düsteren Aussichten ins neue Jahr

Die deutsche Handwerksbranche steht zu Jahresbeginn vor ernsten Herausforderungen: Wirtschaftliche Stagnation und ein sich verschärfender Fachkräftemangel belasten den Sektor schwer. Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), fordert dringende Reformen, um den weiteren Niedergang zu stoppen und das Wachstum bis 2026 zu stärken.

Die deutsche Wirtschaft steckt weiterhin in einer anhaltenden Schwächephase fest, ohne dass sich kurzfristig eine Erholung abzeichnet. Am 30. Januar 2025 billigte der Bundestag zwar drei zentrale wirtschaftspolitische Maßnahmen, doch bleiben die genauen Inhalte unklar. Gleichzeitig kämpft der Arbeitsmarkt – besonders in Bereichen wie Gesundheitswesen, Baugewerbe und Kinderbetreuung – mit massiven Personalengpässen, die sich bis 2028 noch verschärfen dürften.

Zwar verzeichnet das Handwerk im Vergleich zu anderen Branchen einen leichten Anstieg der Ausbildungszahlen, doch verliert der Sektor weiterhin stillschweigend Arbeitsplätze, da kleine Betriebe schließen müssen. Durch den harten Wettbewerb um Fachkräfte und die alternde Bevölkerung steigen die Löhne, was die Kosten für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen in die Höhe treibt. Dittrich warnt, dass Deutschland schnell handeln müsse, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Er schlägt ein Reformpaket vor, das flexible Arbeitszeiten und Bürokratieabbau umfasst, um das Vertrauen in die Wirtschaft wiederherzustellen. Ohne einen geschlossenen Einsatz aller Beteiligten drohten weitergehender wirtschaftlicher Verfall und ein Aufstieg populistischer Strömungen.

Der Sozial- und Wirtschaftbericht 2025 benennt zentrale Lösungsansätze: die Sicherung von Fachkräften durch bessere Ausbildung, gezielte Zuwanderung und attraktivere Arbeitsbedingungen sowie technologischen Fortschritt, um kritische Lücken zu schließen.

Die Handwerksbranche leidet unter Stagnation, Fachkräftemangel und steigenden Kosten. Dittrich pocht auf ein umfassendes Reformprogramm bis 2026, um die Wirtschaft zu stabilisieren und langfristige Schäden abzuwenden. Ohne entschlossenes Handeln könnten sich die Probleme des Sektors – und damit die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands – weiter verschärfen.