Hammer Raumstylisten steht vor der Pleite – ab April beginnt die Insolvenz
Claudia SeidelHammer Raumstylisten steht vor der Pleite – ab April beginnt die Insolvenz
Einrichtungshändler Hammer Raumstylisten GmbH beantragt reguläres Insolvenzverfahren ab 1. April 2026
Der deutsche Möbel- und Einrichtungshändler Hammer Raumstylisten GmbH wird voraussichtlich am 1. April 2026 in das reguläre Insolvenzverfahren eintreten. Das Unternehmen scheiterte bisher an der Suche nach Investoren, was zu flächendeckenden Filialschließungen und Unsicherheit für die Belegschaft führte.
Versuche, das Unternehmen zu retten, begannen bereits Anfang Februar 2026, als Hammer einen M&A-Prozess (Fusionen und Übernahmen) einleitete. Verhandlungen mit zwei potenziellen Käufern kamen jedoch nicht voran, sodass keine tragfähige Lösung für die Zukunft des Unternehmens gefunden wurde. Ohne einen Rettungsdeal war der Händler nicht in der Lage, den Betrieb in vollem Umfang aufrechtzuerhalten.
Noch vor der Einleitung des Insolvenzverfahrens im Januar 2026 waren bereits 46 der ursprünglich 87 Filialen geschlossen worden. Diese Standorte, für die sich keine Investoren interessierten, begannen am 16. März mit Räumungsverkäufen, bevor sie endgültig ihre Türen schlossen. Die verbleibenden 41 Filialen werden nun ab dem 1. April ebenfalls mit Abverkäufen starten, um dringend benötigte Mittel zu generieren.
Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens hängt davon ab, die Anzahl der Filialen drastisch zu reduzieren und Lagerbestände abzubauen. Rund 1.100 Mitarbeiter erhalten vorläufig Insolvenzgeld, um Lohnforderungen bis Ende März 2026 abzusichern. Trotz dieser Maßnahmen erscheint das spezialisierte Einzelhandelskonzept ohne externe Investitionen nicht überlebensfähig.
Da sich keine Käufer fanden, wird Hammer Raumstylisten ab dem 1. April in die Insolvenz gehen. Die verbleibenden 41 Filialen werden nur noch zur Lagerräumung weiterbetrieben, während die Löhne der Mitarbeiter vorerst gesichert sind. Die Zukunft der Marke als fortführungsfähiges Unternehmen scheint zunehmend unwahrscheinlich.






