Halles Bürgerparlament fordert mehr Mitsprache und bessere Bildung für alle
Noah WernerHalles Bürgerparlament fordert mehr Mitsprache und bessere Bildung für alle
Ein "Bürgerparlament" in Halle bringt Forderungen auf den Weg
In Halle hat kürzlich ein "Bürgerparlament" stattgefunden, an dem Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von einem bis 66 Jahren teilnahmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Verbesserung lokaler Kitas und Schulen. Nach Tagen intensiver Diskussionen und Debatten wollen die Organisatoren ihre Forderungen nun der Stadtverwaltung vorlegen.
Die Zusammenkunft ist Teil einer breiteren Initiative für mehr demokratische Teilhabe jenseits der klassischen Politik. Veranstaltet wurde das Treffen von Neue Generation – der Nachfolgeorganisation der Klimagruppe Letzte Generation. Die Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren damit das, was sie als "Lobbyistenparlament" im Bundestag bezeichnen. Stattdessen fordern sie Entscheidungsgremien, die die Gesellschaft als Ganzes besser abbilden.
Ein ganzes Wochenende lang erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Vorschläge. Zu ihren zentralen Forderungen gehören die Umverteilung von Mitteln aus Sonderhaushalten zugunsten der Bildung, eine bessere Abstimmung zwischen städtischen Ämtern sowie die dauerhafte Verankerung partizipativer Modelle. Die lokale Initiative hat bereits ein Gespräch mit der Halleschen Bildungsdezernentin vereinbart, um die Ergebnisse zu präsentieren.
Der Auftakt in Halle ist zugleich der Startschuss für eine größere Kampagne: Vom 17. bis 24. April 2026 soll bundesweit ein "Offenes Bürgerparlament" unter dem Motto "Wie nah sind wir dem Faschismus? Die Gegenwart verstehen. Mut fassen. Gemeinsam handeln." stattfinden. Die Bewegung setzt sich dafür ein, sich von Lobby-Einfluss zu befreien und Räume zu schaffen, in denen Bürgerinnen und Bürger Politik direkt mitgestalten können.
Aus dem Halleschen Treffen gehen klare Forderungen nach mehr Bildungsfinanzierung und bürgerlicher Mitwirkung hervor, die nun offiziell an die Stadtspitze herangetragen werden. Parallel laufen die Vorbereitungen für die bundesweite Veranstaltung im nächsten Jahr weiter – mit dem Ziel, die politische Teilhabe in ganz Deutschland zu stärken.






