11 May 2026, 10:06

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliches Doppelspitzenteam

Zwei Frauen stehend an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumen bei einer Grünen-Veranstaltung.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliches Doppelspitzenteam

Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben nach ihrem Ausscheiden aus der Landesregierung im März ein neues, rein weibliches Führungsteam gewählt. Christin Sauer und Carolin Cloos wurden zu gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt und markieren damit einen Richtungswechsel für die Partei. Die Grünen wollen künftig als Oppositionskraft aktiver auftreten und setzen dabei auf Bürgerbeteiligung sowie eine konsequente inhaltliche Auseinandersetzung.

Auf dem Landesparteitag wurde Carolin Cloos aus Worms mit 72,28 Prozent der Stimmen gewählt. Christin Sauer, die seit 2019 Stadträtin in Mainz ist, erhielt im ersten Wahlgang 63,37 Prozent. Beide werden die Partei nun in der Opposition führen – nach 15 Jahren Regierungsbeteiligung.

Bei der Landtagswahl im März hatten die Grünen 7,9 Prozent der Stimmen geholt und waren damit aus der Regierungsverantwortung ausgeschieden. Katrin Eder übernimmt nun den Vorsitz der Landtagsfraktion in Mainz, während Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill als Abgeordnete im Landtag bleiben.

Sauer, die bis Anfang 2025 den Mainzer Kreisverband der Grünen leitete, kündigte an, die Landesregierung mit kritischen Debatten unter Druck zu setzen. Die Partei will zudem stärker auf die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger eingehen und darauf reagieren. Eder hingegen geriet in die Kritik, weil sie sich mit dem „Schwarmkraftwerk“-Projekt brüstete – eine Initiative, die ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war.

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Mit dem neuen Führungsteam bereiten sich die Grünen darauf vor, ihre Rolle als Opposition in Rheinland-Pfalz zu stärken. Nach dem Regierungsausstieg setzen sie auf Dialog mit der Bevölkerung und eine engagierte Fachpolitik. Das rein weibliche Spitzenteam steht für einen frischen Ansatz in der künftigen Ausrichtung der Partei.

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