23 April 2026, 02:06

Grüne fordern radikale Reform der deutschen Nachrichtendienste zum BND-Jubiläum

Altes Dokument mit handgeschriebenem deutschen Text an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, mit sichtbaren Wasserzeichen unten.

Grüne fordern radikale Reform der deutschen Nachrichtendienste zum BND-Jubiläum

Die Grünen drängen auf schnellere Reformen der deutschen Nachrichtendienste. Die Forderung fällt mit dem 70. Gründungsjubiläum des Bundesnachrichtendienstes (BND) zusammen. Die Parteiführung argumentiert, dass eine Aktualisierung des rechtlichen Rahmens dringend und verfassungsrechtlich geboten sei.

Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, kritisierte die Bundesregierung für ihre mangelnde klare Linie. Er warf den Ministern vor, weder politische Unterstützung noch eine moderne Rechtsgrundlage für die Arbeit der Dienste geschaffen zu haben. Von Notz, der auch stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) ist, betonte, dass die geltenden Gesetze den verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht mehr genügten.

Die Grünen fordern Änderungen an zwei zentralen Gesetzen: dem BND-Gesetz und dem Gesetz über den Verfassungsschutz (BfV). Trotz ihrer Vorbehalte betrachten sie einen leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst weiterhin als unverzichtbar für die nationale Sicherheit. Vertreter der Partei versichern, dass die Reformen sowohl die demokratische Kontrolle als auch die Effizienz der Dienste stärken würden.

Die Debatte entzündet sich zu einem Zeitpunkt, an dem der BND auf sieben Jahrzehnte seines Bestehens zurückblickt. Kritiker warnen jedoch, dass veraltete Regelungen das öffentliche Vertrauen und die Handlungsfähigkeit der Behörden untergraben könnten.

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Die Vorschläge der Grünen zielen auf eine grundlegende Neugestaltung der Arbeitsweise der deutschen Nachrichtendienste ab. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie Aufsicht, rechtliche Grenzen und den operativen Alltag der Dienste grundlegend verändern. Bisher hat die Regierung auf die Forderungen nach sofortigem Handeln noch nicht reagiert.

Quelle