Graham Linehan wirft BBC vor, ihn als transphobe Figur zu karikieren
Der Komiker Graham Linehan hat BBC-Autoren vorgeworfen, ihn in der Arztserie Doctors als transphoben Charakter darzustellen. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht Dr. Graham Elton, ein fiktiver Arzt in der finalen Staffel der Serie. Linehan, dessen eigene Show beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wegen seiner transfeindlichen Ansichten abgesagt wurde, kritisiert seit Langem die Berichterstattung der BBC zu Transgender-Themen.
Linehan hatte bereits früher Bedenken bezüglich der Figur Dr. Graham Elton geäußert und diesen als unangenehmen, aggressiv transphoben Charakter beschrieben. Er deutete an, dass Name und Eigenschaften Parallelen zu seinem eigenen Leben aufwiesen – etwa seine Scheidung 2020, die mit der öffentlichen Kritik an seinen transfeindlichen Äußerungen zusammenhing. Die BBC hat sich bis April 2026 offiziell nicht zu den Vorwürfen geäußert, und es wurden keine rechtlichen Schritte eingeleitet.
BBC Studios wies Linehans Behauptungen entschieden zurück. Ein Sprecher betonte, dass alle Charaktere in Doctors rein fiktiv seien und keine realen Vorbilder hätten. Der Streit eskalierte, nachdem Linehan zuvor bereits eine andere BBC-Produktion, The Capture, wegen angeblicher Voreingenommenheit kritisiert hatte.
Die Vorwürfe Linehans erfolgen vor dem Hintergrund eigener beruflicher Rückschläge: Seine Show beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde aufgrund seiner Haltung zu Transgender-Fragen abgesagt. Dennoch setzt er sich weiterhin gegen das ein, was er als ungerechte Darstellungen in den Medien wahrnimmt.
Die BBC hat sich zu dem Vorfall nicht weiter geäußert. Doctors bleibt eine fiktive Serie ohne bestätigte Bezüge zu Linehans Privatleben. Bisher wurden weder formelle Beschwerden eingereicht noch Untersuchungen durch die BBC oder andere Aufsichtsbehörden eingeleitet.






