05 June 2026, 09:49

Gleichstellungsbeauftragte warnen vor wachsendem Antifeminismus als Demokratie-Risiko

Luen's Equal Opportunity Commissioner bei Bundeskonferenz: Deutliche Absage an Anti-Feminismus

Gleichstellungsbeauftragte warnen vor wachsendem Antifeminismus als Demokratie-Risiko

Über 500 Gleichstellungsbeauftragte aus Städten und Gemeinden Deutschlands trafen sich letzte Woche in Lübeck zu einer bundesweiten Konferenz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der wachsende antifeministische Trend und seine Auswirkungen auf die Demokratie. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten dringend politische Maßnahmen, um Diskriminierung und Gewalt entgegenzuwirken.

Die Konferenz zeigte auf, wie sich Antifeminismus längst aus randständigen Gruppen heraus in Politik, Arbeitswelt und Alltag ausgebreitet hat. Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte aus Lünen, wies darauf hin, dass Politikerinnen häufig mit Verleumdungen konfrontiert seien, während Gleichstellungsprojekte zunehmend unter Beschuss gerieten. Diese Themen prägten die zentralen Debatten.

Die Anwesenden verabschiedeten die „Lübecker Erklärung“, ein klares Bekenntnis zum Kampf gegen Frauenfeindlichkeit und zum Schutz demokratischer Werte. Das Papier enthält Forderungen an die Bundesregierung, darunter schärfere Gesetze gegen geschlechtsspezifische Gewalt und eine flächendeckende Versorgung mit hebammlicher Betreuung. Zudem wurden bessere Unterstützung für Alleinerziehende sowie ein Nationaler Aktionsplan gegen Antifeminismus angemahnt.

Tatsch betonte, dass Gleichstellung ohne konkrete Schritte auf kommunaler Ebene nicht gelingen könne. Ohne schnelles Handeln, so ihre Warnung, drohten errungene Fortschritte in der Gleichberechtigung ins Stocken zu geraten oder sogar zurückgedreht zu werden.

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Die Konferenz endete mit einer deutlichen Botschaft: Antifeminismus stellt eine reale Gefahr für Gleichstellung und Demokratie dar. Die Lübecker Erklärung formuliert nun konkrete Forderungen an die Politik, um aus Debatten messbare Veränderungen zu machen. Die Gleichstellungsbeauftragten vor Ort werden sich in ihren Gemeinden für die Umsetzung dieser Maßnahmen einsetzen.

Quelle