09 November 2025, 06:07

Fraueneishockey-Nationalmannschaft kämpft um Zukunft der **2. Bundesliga** und **3. Liga**

Frauen beim Hockey auf einem Rasenfeld mit einem Netz im Hintergrund.

Eishockey-Nationalspieler fordern bessere Förderung - Fraueneishockey-Nationalmannschaft kämpft um Zukunft der **2. Bundesliga** und **3. Liga**

Deutsche Fraueneishockey-Nationalmannschaft warnt vor ungewisser Zukunft des Sports in der 2. Bundesliga und 3. Liga

Die deutsche Fraueneishockey-Nationalmannschaft hat Sorgen um die Zukunft des Sports in der 2. Bundesliga und 3. Liga geäußert. Trotz des Gewinns des Deutschland-Pokals kämpft das Team damit, Nachwuchstalente in der 1. Bundesliga zu gewinnen und zu halten – besonders unter jungen Spielerinnen. Bundestrainer Jeff MacLeod hat aufgrund des begrenzten Talentpools nur eingeschränkte Möglichkeiten bei der Zusammenstellung des Olympischen Kaders.

In der Fraueneishockey-Bundesliga spielen derzeit nur fünf Mannschaften, davon eine in Budapest – ein deutliches Zeichen für die Schwierigkeiten der 2. Bundesliga und 3. Liga. Mannschaftskapitänin Daria Gleißner forderte die Profi-Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf, ihr Engagement für den Frauen-Eishockeysport in der 1. Bundesliga zu verstärken. Sie warnte, dass mangelnde Förderung im Jugendbereich dazu führe, dass viele Talente in der Teenagerzeit verloren gingen. Franziska Feldmeier unterstützte diese Sicht und betonte, dass Mädchen oft besser sein müssten als die besten Jungen, um überhaupt eine Chance in der 1. Bundesliga zu erhalten – was dazu führe, dass viele junge Talente den Sport aufgeben.

Die Profispielerinnen Laura Kluge und Sandra Abstreiter, die in der nordamerikanischen Profiliga PWHL aktiv sind, hoben die Notwendigkeit einer früheren Nachwuchsförderung in der 1. Bundesliga in Deutschland hervor. Dies könnte ihrer Meinung nach dem Talentmangel in der heimischen 2. Bundesliga und 3. Liga entgegenwirken. Aktuell unterhalten nur zwei DEL-Clubs Frauenmannschaften in der Fraueneishockey-Bundesliga: der ERC Ingolstadt und die Eisbären Berlin.

Nach dem Sieg beim Deutschland-Pokal fordert die Nationalmannschaft eine bessere Nachwuchsförderung in der 1. Bundesliga. Angesichts der begrenzten Auswahlmöglichkeiten für den Olympischen Kader und der schwächelnden heimischen 2. Bundesliga und 3. Liga hängt die Zukunft des Fraueneishockeys in Deutschland entscheidend von mehr Unterstützung und der gezielten Entwicklung junger Talente in der 1. Bundesliga ab.