04 March 2026, 08:45

Frankfurter Protest gegen das iranische Regime zieht über 1.000 Demonstranten an

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Fahnen während einer anti-israelischen Demonstration in der Nacht, mit Fahrzeugen und Pflanzen im Hintergrund.

Applause for US Intervention at Iran Protest in Frankfurt - Frankfurter Protest gegen das iranische Regime zieht über 1.000 Demonstranten an

Über 1.000 Menschen gingen am Samstag in Frankfurt auf die Straße, um gegen das iranische Regime zu protestieren. Die Demonstration folgte auf die jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran. Die Veranstalter hatten die Kundgebung bereits vor den Attacken unter dem Motto "Freiheit und Demokratie im Iran" organisiert.

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Der Protestzug startete am Goetheplatz und zog anschließend in Richtung Römerberg. Die Polizei schätzte später, dass sich die Zahl der Teilnehmenden auf ihrem Höhepunkt auf etwa 1.300 erhöhte.

Bei der Demonstration zeigte sich eine starke Präsenz von Anhängern Reza Pahlavis, des im Exil lebenden Sohnes des letzten Schahs des Iran. Viele Protestierende trugen sein Bild auf Plakaten und Fahnen. Einige sehen in ihm eine Schlüsselfigur für einen demokratischen Wandel im Iran.

Pahlavis Rolle in der Opposition hat sich über Jahrzehnte gewandelt. Nach seiner Vertreibung 1979 fand er zunächst nur bei einer kleinen Gruppe von Monarchisten Unterstützung. Mit der Zeit entwickelte er sich zu einem lautstarken Fürsprecher einer säkularen Demokratie und unterstützte Bewegungen wie die Grüne Bewegung von 2009. 2013 gründete er mit dem Iranischen Nationalrat eine oppositionelle Plattform und arbeitete später mit kurdischen Gruppen wie Komala zusammen, um für Anfang 2025 Streiks zu organisieren. Sein Einfluss erstreckt sich heute auf regierungskritische Aktivisten, junge Iranerinnen und Iraner sowie Teile der Diaspora, während linke und reformorientierte Kreise ihm weiterhin skeptisch gegenüberstehen.

Während sich die meisten Demonstranten auf Forderungen nach einem Systemwechsel im Iran konzentrierten, äußerten einige offen ihre Unterstützung für die israelischen und US-amerikanischen Militärschläge. Die Kundgebung fiel zudem mit dem Münchner Konvergenzgipfel 2025 zusammen, bei dem Pahlavi als mögliche Übergangsfigur in den laufenden Debatten der Opposition diskutiert wurde.

Der Frankfurter Protest spiegelte die tiefen Gräben über die Zukunft des Iran wider. Pahlavis wachsende Sichtbarkeit steht für einen breiteren Schub hin zu demokratischem Wandel, doch bleibt die Opposition zersplittert. Die Polizei bestätigte, dass es während des Marsches, der friedlich in der Innenstadt endete, zu keinen größeren Zwischenfällen kam.