Flensburgs Frauen verlieren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen im Diako-Krankenhaus
Streit um Abtreibungen im Flensburg-Gebiet - Flensburgs Frauen verlieren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen im Diako-Krankenhaus
In Schleswig-Holsteins Landtag ist eine hitzige Debatte über den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Flensburg entbrannt. Der Streit entstand nach einem Trägerwechsel im Diako-Krankenhaus, das künftig Abbrüche nur noch in seltenen Ausnahmefällen durchführen wird. Politiker mehrerer Parteien fordern nun ein Eingreifen des Landes, um die lokale Versorgung zu sichern.
Ab diesem Sonntag wird das Diako-Krankenhaus operative Schwangerschaftsabbrüche nur noch in absoluten Ausnahmefällen anbieten. Die Änderung folgt auf die Übernahme der Einrichtung durch einen katholischen Träger, der Abbrüche lediglich in begründeten Fällen zulässt.
Die Entscheidung stößt bei der Opposition auf scharfe Kritik. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Birte Pauls, wirft der Landesregierung vor, die Frauen in Flensburg im Stich zu lassen, da keine alternativen Versorgungsstrukturen geschaffen wurden. Der parlamentarische Geschäftsführer des SSW, Christian Dirschauer, verweist auf das Fehlen ambulanter Angebote in der Region, das betroffene Frauen zu weiten Wegen zwinge.
Der ehemalige Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) fordert das Land auf, eine ausreichende Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen zu garantieren. Die grüne Sprecherin Catharina Nies betont die Bedeutung einer wohnortnahen Versorgung, während SPD, FDP und SSW gemeinsam Handlungsbedarf anmelden. Die Landesregierung hingegen versichert, die Versorgung sei gesichert – Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) weist darauf hin, dass 98 Prozent der Abbrüche in Deutschland ambulant erfolgen.
Offizielle Zahlen, wie viele Frauen in Schleswig-Holstein 2024 einen stationären Abbruch benötigten, liegen nicht vor. Auch ist unklar, welche anderen medizinischen Einrichtungen in Flensburg derzeit solche Eingriffe anbieten.
Durch die Umstellung im Diako-Krankenhaus verringern sich die Möglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche in Flensburg ab diesem Wochenende weiter. Während die Opposition auf landesweite Garantien drängt, hält die Regierung die bestehende ambulante Versorgung für ausreichend. Die Diskussion spiegelt die übergeordneten Sorgen um den regionalen Zugang zu reproduktiver Gesundheitsversorgung wider.
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