Festung Königstein kämpft mit Besucherrückgang – doch 2025 wartet mit Highlights auf
Greta WagnerBurg Koenigstein lockt mit Kanonenfeuer und Märchenfesten - Festung Königstein kämpft mit Besucherrückgang – doch 2025 wartet mit Highlights auf
Festung Königstein im Elbsandsteingebirge verzeichnete 2024 weniger Besucher
Im Jahr 2024 sank die Zahl der Besucher der Festung Königstein im Elbsandsteingebirge um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch zog das historische Bauwerk noch immer 426.547 Menschen an – trotz Herausforderungen wie schlechtem Wetter und Verkehrsbehinderungen. Für 2025 sind neue Veranstaltungen, eine restaurierte Museumsausstellung und weitere Investitionen in die Zukunft der Festung geplant.
Der Rückgang im vergangenen Jahr hatte mehrere Ursachen: Starke Regenfälle im Juli, die Sperrung der Brücke in Bad Schandau sowie Bauarbeiten an der B 172 während der Herbstferien trugen dazu bei. Eine Ausnahme bildete der Weihnachtsmarkt der Festung, der mit rund 54.700 Gästen sogar mehr Besucher als in den Vorjahren verzeichnete.
Die Festung Königstein ist seit langem ein kulturelles und historisches Wahrzeichen. Ursprünglich als mittelalterliche Burg böhmischer Könige errichtet, diente sie später als Kloster, Staatsfestung und Gefängnis. In jüngerer Zeit entwickelte sie sich zu einem beliebten Drehort – hier entstanden Produktionen wie die Netflix-Serie Die Kaiserin (2022), die vierte Staffel von Babylon Berlin (2022) sowie der TV-Film 1893 – Die Krone des Imperiums (2023).
Für 2025 steht ein abwechslungsreiches Programm an: Das Königsteiner Frühlingserwachen findet vom 21. März bis 19. April statt, gefolgt von familienfreundlichen Veranstaltungen wie den Familienspielen auf der Festung (9.–10. Mai), dem Märchenfest (27. Juli) und dem Kinderfest (20. September). Auch lebendige Geschichtsvermittlung steht auf dem Plan, etwa mit Militärisches Leben (18. April) und Donnernde Kanonen (29. August). Zudem wird 2025 eine neue interaktive Ausstellung eröffnet – die restaurierten Räumlichkeiten des ehemaligen Bader-Chirurgen.
Seit 1991 hat der Freistaat Sachsen fast 80 Millionen Euro in die Festung investiert, weitere 7 Millionen sind bis 2027 vorgesehen. Diese Mittel fließen in laufende Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Der Anteil internationaler Gäste stieg auf 37 Prozent (2023: 33 Prozent).
Trotz des Besucherrückgangs im vergangenen Jahr bleibt die Festung Königstein ein zentraler Anziehungspunkt für Touristen und Kulturinteressierte. Mit neuen Ausstellungen, Veranstaltungen und kontinuierlichen Investitionen bereitet sich der Standort auf ein ereignisreiches Jahr 2025 vor. Der wachsende internationale Zuspruch unterstreicht dabei die anhaltende Faszination dieses historischen und malerischen Ortes.






